Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente nur um 0,2 Prozent gestiegen

Beteiligung der Apotheker bei den Einsparungen der Krankenkassen sind erfolgreich

Wien (OTS). "Die Maßnahmen zur Sanierung der Arzneimittelbudgets der
Krankenkassen greifen." Das stellt heute der Leiter der wirtschafts-und finanzpolitischen Abteilung der Österreichischen Apothekerkammer, Mag. jur. Martin Traxler, fest und verweist auf die neuesten Zahlen. Demnach sind die Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente aus öffentlichen Apotheken von Jänner bis September 2001 im Vergleich zum Vorjahr nur mehr um 0,2 Prozent gestiegen.
Hingegen lag die Steigerung von 1997 auf 1998 noch bei 13,3 Prozent, die Steigerung von 1998 auf 1999 bei 13,9 Prozent,
die Steigerung von 1999 auf 2000 immer noch bei bei 6,1 Prozent.

Durch eine Vielzahl von Maßnahmen, an denen die Apotheker konstruktiv mitgearbeitet haben, konnte im Heilmittelbereich bereits erfolgreich eingespart werden, betont Traxler und verweist auf den von den Apothekern geleisteten "Solidarbeitrag". Dabei wird vom Mehrumsatz - im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr -ein Teil an die Krankenkassen refundiert.

Die Tatsache, dass der Anteil der Ausgaben für über Apotheken abgegebene Medikamente 11,1 % an den Gesamtausgaben der Krankenkassen beträgt, macht jedoch deutlich, so Mag. Traxler von der Apothekerkammer, dass das Defizit der Krankenkassen nicht durch weitere Einsparungen bei den Medikamenten zu beseitigen ist. Weitere Einsparungen könnten aber zu Leistungseinschränkungen in den Apotheken, z.B. bei der Beratung, bei den Bereitschaftsdiensten gehen, was wiederum zu negativen Folgekosten, z.B. durch falsch angewendete Medikamente führen kann.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat
Tel.: (01) 404 14/600
Fax: (01) 408 84 40
www.apotheker.or.at

Österr. Apothekerkammer

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | APO/APO