ARBÖ: Baumalleen und ihre verborgenen Gefahren

Wien (ARBÖ) - Beim Thema Baumalleen gehen die Meinungen auseinander: Während Unfallforscher auf das tödliche Verkehrsrisiko durch die neben der Fahrbahn stehenden Bäume hinweisen, sind Naturliebhaber der Ansicht, dass Bäume eben zur landschaftlichen Schönheit gehören und schließlich an Verkehrsunfällen "nicht schuld" sind. So malerisch manche Baumallee speziell jetzt im Herbst durch die bunte Laubpracht auch anmutet, für Autofahrer gibt es im Notfall kaum eine Möglichkeit, das Fahrzeug noch zwischen die Bäume zu lenken, so der ARBÖ. Und das herbstliche, feuchte Laub verwandelt die Allee-Fahrbahn in eine gefährliche Rutschbahn. Dazu kommt noch die erhöhte Glatteisgefahr in der kalten Jahreszeit.

Auf Alleen oder zwischen Waldstücken muss daher besonders vorsichtig und vorausschauend gefahren werden. Besonders muss laut ARBÖ auf Rad- und Mopedfahrer, Fußgänger und landwirtschaftliche Fahrzeuge geachtet werden. Auf das Überholen sollte man verzichten, denn wenn das Fahrzeug dabei ins Schleudern gerät, besteht so gut wie keine Möglichkeit, noch zwischen den Bäumen hindurch zu steuern. Die vorgeschriebene Geschwindigkeit sollte man einhalten und sich keinesfalls von anderen zu einer riskanten Fahrweise drängen lassen. Eine defensive und bremsbereite Fahrweise ist gefragt. Weiters sollte vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung mit Wildwechsel gerechnet werden.

Vor allem jetzt im Herbst kommt eine weitere Sicherheitskomponente dazu: Nässe, Laub und Glatteis lassen die Allee-Fahrbahn extrem rutschig werden, so die ARBÖ-Verkehrsexperten weiter. Der Bremsweg wird länger, in Kurven kann das Fahrzeug ausbrechen und beim Anfahren drehen die Fahrzeugräder durch.

Last but not least sollten vor allem Rad-, Moped- und Motorradfahrer in auftretenden "Baum-Lücken" mit plötzlich auftretenden heftigem Seitenwind rechnen und dementsprechend unterwegs sein, warnen die ARBÖ-Verkehrsexperten.

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