ÖBB: Neues High-Tech Stellwerk Hohenau

Bahnhof Hohenau und Haltestelle Bernhardsthal modern und kundenfreundlich gestaltet

Niederösterreich (ÖBB) - 106 Millionen Schilling (7,7 Mio. Euro) investierte die ÖBB in das neue elektronische Stellwerk Hohenau. Jetzt stehen alle Vorzüge einer modernen, richtungsweisenden Stellwerkstechnik für die Abwicklung des Zugverkehrs zur Verfügung. Gleichzeitig wurde der Bahnhof Hohenau und die Haltestelle Bernhardsthal um insgesamt 45 Millionen Schilling (3,3 Mio. Euro) neu adaptiert. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgte heute Freitag im Beisein zahlreicher Ehrengäste.****

Neue Personendurchgänge und Bahnsteige, direkter Zugang von der P & R - Anlage

Die zukunftsweisenden Investitionen in Hohenau und Bernhardsthal bedeuten mehr Service, Komfort und Sicherheit für unsere Kunden. Ein direkter Zugang von der Park & Ride Anlage zum Hausbahnsteig im Bahnhof Hohenau verkürzt den Weg Bahn. Aufgrund der hohen Auslastung ist für 2002 außerdem eine Erweiterung der Park & Ride Anlage vorgesehen. Neu geschaffene Personendurchgänge erhöhen die Sicherheit für die Fahrgäste, da kein Überschreiten der Gleise mehr erforderlich ist. Die Anhebung der neuen Bahnsteige auf 55 cm Höhe ermöglicht einen komfortablen, niveaugleichen und behindertengerechten Einstieg in die modernen Doppelstockwagen. Eine Überdachung der Stiegenaufgänge sorgt bei schlechter Witterung für zusätzlichen Schutz der Reisenden. Der Start der Bauarbeiten für den Bahnhofumbau erfolgte im Bahnhof Hohenau im September 1999 (Abschluss September 2001). In der Haltestelle Bernhardsthal wurde von März bis Juli 2001 gebaut.

Höhere Streckenkapazität und mehr Betriebsqualität

Um den Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden, ist eine bessere Nutzung der vorhandenen Bahninfrastrukturen erforderlich. Die vorrangigen Ziele der ÖBB sind daher die Erhöhung der Streckenkapazität sowie die Steigerung der Betriebsqualität und der Pünktlichkeit. Diese anspruchsvollen Zielvorgaben werden nun durch den Einsatz moderner Computersysteme erreicht.

Eisenbahnkreuzung automatisiert

Durch die Automatisierung der bisher mechanischen Schrankenanlage an der Gemeindestrasse in km 65.994 wird unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen die kürzest mögliche Sperrzeit für den Auto-bzw. Fußgängerverkehr erreicht. Diese moderne Anlage wird vom elektronischen Stellwerk aus fernüberwacht.

Überblick ist alles - Züge verkehren per Mausklick

Der Arbeitsplatz des Fahrdienstleiters ist mit modernster Computertechnologie ausgestattet und stellt eine optimale Schnittstelle zwischen Mensch und Technik dar. Die Endgeräte sind auch in ergonomischer Hinsicht eine innovative Leistung. Die einheitliche Bedienoberfläche bietet dem Fahrdienstleiter, der auf zwei Bildschirmen den aktuellen Zustand des Stellwerkes überwacht, einen optimalen Überblick. Alle Betriebsabläufe werden per Mausklick gesteuert.

Die Daten im Überblick

47 fernbediente Weichen
14 Achszählabschnitte
46 Isolierabschnitte
28 Haupt- und Vorsignale
10 Schutzsignale
32 Verschubsignale
8 Rechnerschränke
11 Stromversorgungsschränke
100 kVA elektrischer Anschlusswert
120 km verlegte Kabel

Nutzen

  • Erhöhung der Sicherheitsstandards durch moderne Betriebstechnik
  • optimaler Bedienungskomfort
  • rasche Betriebsabläufe, Kapazitätssteigerung = höhere Zugfrequenzen
  • Steigerung der Betriebsqualität = Pünktlichkeit
  • Wirtschaftlichkeit in der Bedienung und Erhaltung

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