LHStv. Onodi: Studie belegt: Ambulanzbesuch billiger als Arztbesuch

NÖ Gesundheitsreferentin bekräftigt Forderung nach Abschaffung der Ambulanzgebühren

St. Pölten, (SPI) - Eine aktuelle Studie belegt die gesundheits- und finanzpolitischen Bedenken gegenüber den von der Bundesregierung eingeführten Ambulanzgebühren", so Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi zur aktuellen Studie des Direktors des Innsbrucker Landeskrankenhauses Max Laimböck. Onodi: "Im Vergleich sind Ambulanzbesuche vielfach billiger als Besuche bei niedergelassenen Ärzten. Damit werden die Argumente der Bundesregierung zur Einführung der Ambulanzgebühren - betreffend Lenkungseffekt und finanzielle Einsparungen - klar widerlegt, ja es wird die dringende Notwendigkeit der Abschaffung der Ambulanzgebühren untermauert."****

Im Kostenvergleich zwischen Tiroler Arztpraxen und Ambulanzen in den Krankenhäusern kommt die Studie zum Schluss, dass die Kosten in der Spitalsambulanz um 22 Prozent niedriger sind als die Kassenhonorare an die niedergelassenen Ärzte. Das Erstellen einer Computertomographie kostet in der Ambulanz sechs Prozent weniger als in der Facharztpraxis. "Derartige Zahlen sind leicht zu erklären. Moderne Großgeräte in Krankenhäusern weisen einen viel besseren Auslastungsgrad auf als Spezialeinrichtungen in Arztpraxen. Zudem ist das dienstversehende Personal ja nicht nur mit der Versorgung ambulanter Patienten beschäftigt, sondern hat auch im Rahmen der rund um die Uhr-Versorgung insbesondere die stationär aufgenommenen Patienten zu betreuen. Großgerätepläne für Krankenhäuser sind nach Wirtschaftlichkeit und Bedarf ausgerichtet. Hier kann im Zusammenspiel ambulanter Mitbetreuung und ohnehin notwendiger Dienste und Behandlungen im Rahmen des allgemeinen Krankenhausbetriebes neben wertvollen Synergieeffekten eine weitaus bessere Wirtschaftlichkeit erreicht werden", so Onodi.

"Mein Ziel ist es, die unsoziale, ungerechte und gesundheitspolitisch falsche Ambulanzgebühr wieder abzuschaffen. Die Ambulanzen in den Spitälern bieten den Patienten eine Versorgung rund um die Uhr an. Welcher niedergelassene Arzt gipst um zwei Uhr früh schon einen Arm? Der Hauptteil der Kosten für die Ambulanzgebühren betreffen Personalkosten, die ohnehin aufgrund des normalen Krankenhausbetriebes zu leisten sind. Strikt abzulehnen ist ein gegenseitiges Ausspielen der Spitäler, des niedergelassenen Bereichs und der Kassen. Wir brauchen ein sinnvolles, die Versorgungsqualität der Bevölkerung sicherndes Nebeneinander. Gewisse medizinische Leistungen können einfach von der Ambulanz besser erbracht werden als vom niedergelassenen Bereich", so die NÖ Gesundheitsreferentin abschließend.
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