ARBÖ: Roßauer Lände - Parkplatz-Flopp wurde heute fortgesetzt

Sollte Pilotversuch am Montag endgültig floppen, ist dieser endgültig zu stoppen

Wien (ARBÖ) - Am Tag zwei der neuen Verkehrsregelung rund um die Roßauer Lände hat das ARBÖ-Team heute wieder vor Ort recherchiert:
Während es gestern im Bereich der Friedensbrücke mehr Beobachter als parkende Autos auf dem neuen linken Parkstreifen auf der Roßauer Lände gab, hat sich heute das Bild nur dahingehend geändert, dass die Beobachter weniger wurden. Die Auslastung der Parkplätze war weiterhin äußerst dürftig.

ARBÖ-Wien-Direktor Herbert Hübner führte dies zurück: "Diese Parkspur wird von den Kraftfahrern nicht angenommen. Anscheinend ist der Parkplatzbedarf in diesem Bereich nicht gegeben." Darüber hinaus hat das ARBÖ-Team beim heutigen Lokalaugenschein festgestellt, dass vor der Roßauer Kaserne die neue Parkspur anstatt der gebührenpflichtigen Kurzparkzone am rechten Fahrbahnrand der Roßauer Lände von den Kraftfahrern eher genutzt wird. So konnten rund um 8 Uhr mehrere Kraftfahrer beobachtet werden, die von der rechten Straßenseite (gebührenpflichtige Kurzparkzone) auf die linke Straßenseite (Gratisparken) wechselten.

Nach Meinung des ARBÖ-Wien kann das nicht der Sinn dieser Verkehrsmaßnahme sein, welche so viele negative Reaktionen hervorruft. Diese Maßnahme steht letztendlich am Kurzfrist-Prüfstand. Ganz besonders der Montag wird die weiteren Auswirkungen dieser Verkehrsmaßnahme, wie etwa die Stauentwicklung, die Nutzung der Parkspur sowie die Entwicklung des Verkehrsflusses ohne Eingriff der Exekutive zeigen.

Das ARBÖ-Angebot an Bezirksvorsteher Hans Benke zu einem Praxisversuch, in der Hauptverkehrszeit auf der neuen Parkspur einzuparken und auf der Beifahrerseite auszusteigen, bleibt weiterhin aufrecht. Bei ARBÖ-Versuchen benötigte der Beifahrer durchschnittlich 45 Sekunden und einen schnellen lebensrettenden Schritt, um den etwa 60 cm breiten "Pseudo-Gehstreifen" zu erreichen. Diese Parkspur ist nach Ansicht des ARBÖ-Wien gerade für das Ein- und Aussteigen denkbar ungeeignet und gefährlich.

Nach wie vor vertritt der ARBÖ die Meinung, dass theoretische Rechenbeispiele sowie ultimative Zurufe in einer praxisorientierten Verkehrspolitik nichts verloren haben. Der ARBÖ wird auch in den nächsten Tagen seine Beobachtungen durchführen und dann eine praxisorientierte Analyse inklusive seiner Forderung an die zuständigen Stellen abgeben. Sollte dieser Pilotversuch am Montag, den 22. Oktober 2001 endgültig floppen, ist dieser im Interesse der Verkehrsteilnehmer und des Wirtschaftsstandortes Wien endgültig zu stoppen.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 0699/189 123 34
e-mail: wien@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

ARBÖ Wien, Landesgeschäftsführer Herbert Hübner

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR