VHS-Hietzing: Zwischen Wien und Brasilien

Wien, (OTS) Die Schwarzwaldschülerin Gertrude Monghy liest am Montag, 22. Oktober um 15 Uhr in der Volkshochschule Hietzing (13, Hofwiesengasse 48) aus ihren bisher unveröffentlichten Erinnerungen:
über ihr Leben in Wien, die Schwarzwaldschule, ihre Flucht 1938 mit den Eltern nach Brasilien und ihre Rückkehr nach Wien.

Wenn Gertrude Monghy ihren Kindern und Enkelkindern und Freunden bisher über ihr Leben berichtet hat, ist immer wieder der Satz gefallen: "Und da habt ihr euch nicht gewehrt?" Die Antwort auf diese Frage war letztlich auch der Grund, warum Frau Monghy ihre Erinnerungen niedergeschrieben hat: "Für die Jugend, die in einer ruhigen, gerechten und wirtschaftlich guten Zeit aufgewachsen ist, ist es unvorstellbar, dass man in einer Diktatur der Gewalt ausgeliefert ist, ohne die geringste Chance, sich zu rechtfertigen, geschweige denn sich zu verteidigen."

Die Flucht nach Brasilien war der Familie erst möglich, nachdem Freunde eine Audienz bei Kardinal Innitzer ermöglicht hatten, der versprach, sich für die Familie einzusetzen. Nach drei Monaten bekam die Familie tatsächlich einen Brief von einem Komitee für katholische Flüchtlinge mit drei Ländern, die noch bereit wären, Flüchtlinge aufzunehmen: England, Angola und Brasilien.

Eugenie Schwarzwald gehörte in Wien zwischen 1901 und 1938 zu den bekanntesten Frauen der Stadt und prägte mit ihrer Schule hunderte SchülerInnen. In der Volkshochschule Hietzing ist das Leben von Eugenie Schwarzwald in einer Dauerausstellung im Stiegenaufgang präsentiert.

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