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Klagenfurt (OTS) - Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: Recht, Ordnung und Terrorkrise

Utl.: Ausgabe vom 19. Okt. 2001=

Der sichere Staat ist groß im Trend. Zeit für die Beschützer-Partei Nummer 1, das Ruder an sich zu reißen. Dass dies mit unverwechselbaren Forderungen passiert, weiß Österreich nicht erst seit Fingerprints und Deutschsprachkursen. Mit der kollektiven Verunsicherung lässt sich gevieft Politik machen. Politik, die sich zum einen effektiv - in der Gunst einer verunsicherten Wählerschaft -niederschlägt. Politik, die zum anderen unverfroren Äpfel mit Birnen vermischt.
Nennen wir es beim Namen - und sagen wir es glatt heraus: die freiheitliche Partei scheut sich nicht, Sicherheitspolitik zu sagen und Ausländerpolitik zu meinen. In einer Härte wird alles und jedes, das gegen die blauen Forderungen aufmarschiert, als Gutmensch ins linke Eck verwiesen. Wörtlich kritisiert "der Einfach aus Kärnten" Österreichs Innenminister als "einen über den Wolken schwebenden Weltverbesserer". Dass ihn die FPÖ "auf den Boden holen" und "unvernünftige Politiker zur Vernunft bringen" muss - ist logische Folge.
Nahtlos reiht sich da die Aussage der FPÖ-Chefin Riess-Passer ein, die "Recht und Ordnung für nichts Unanständiges" hält. Darin wollen wir ihr kommentarlos zustimmen. Und uns nur still die Frage erlauben, weshalb sie dies explizit betonen muss. Eine Präventivmaßnahme? Vorbeugend für den Fall, dass da jemand auf "schiefe" Gedanken kommen mag? Sie soll beruhigt sein: Recht und Ordnung sind in der Tat nicht Unanständiges. Unanständig wird es erst dann, wenn man sie missbrauchen würde. Etwa unter dem Deckmantel "Terrorkrise"...

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