Parnigoni: Strasser argumentiert mit falschen Zahlen

Wien (SK) SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni warf Innenminister Strasser vor, im Innenausschuss zum Thema Polizeireform heute mit falschen Zahlen argumentiert zu haben. "Die Behauptung, dass es künftig 100 Beamte im Außendienst mehr geben wird, kann nicht der Wahrheit entsprechen", so Parnigoni gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Die Rechnung 'drastische Einsparungen im Sicherheitsbereich bei gleichzeitiger Erhöhung der Sicherheit' geht nicht auf. Strasser muss endlich die Karten auf den Tisch legen." ****

Konkret seien mit Jänner 2000 1153 Beamte im Innendienst und 4735 im Außendienst, also insgesamt 5888 Beamte, im Stellenplan vorgesehen gewesen. Im neuen Dienststellenplan 2002 müssten allerdings die Planstellen, um die Sparvorgaben zu erreichen, auf 5640 reduziert werden. Das würde bedeuten, dass im Innendienst nur mehr 1095, im Außendienst nur mehr 4545 Sicherheitskräfte tätig sind. "Der Minister streut damit den Menschen Sand in die Augen", so Parnigoni, der Strasser aufforderte, die umstrittene Polizeireform nochmals zu überdenken. "Denn der SPÖ geht es darum, dass Wien auch weiterhin die sicherste Großstadt der Welt bleibt."

Weiters wies Parnigoni die Behauptung der ÖVP zurück, dass die Sicherheitsberichte nicht vergleichbar seien. "Faktum ist, dass die Aufklärungsquote von 51,4 Prozent im Jahr 1999 auf 47,8 Prozent im Jahr 2000 gesunken ist und es ist auch ein Faktum, dass die Delikte im Bereich Mord und Mordversuche von 104 auf 172 gestiegen sind." Diese Zahlen sprechen für sich, das werde auch die ÖVP nicht schönreden können, so Parnigoni abschließend. (Schluss) se

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