Wettbewerb Schönbrunn-Fiatgründe: Noch keine Entscheidung

Jury empfiehlt weitere Überarbeitungsphase - Schicker bedauert weitere Verzögerung

Wien, (OTS) Noch keine endgültige Entscheidung gibt es im Wettbewerbsverfahren Schönbrunn - FIAT-Gründe: Das Preisgericht kam am Mittwoch nach intensiver Beratung über die drei vorliegenden Projekte (Arch. Haller / Grössinger; BUS-Architektur / Plansinn; Arch. Lainer / Lacina) zur Erkenntnis, dass "die Bauaufgabe unter den vorhandenen Bedingungen nicht befriedigend gelöst werden kann." Die Erfüllung der für dieses Grundstück erforderlichen Raumprogrammes unter Beibehaltung der Grünfläche "Dreherpark" sowie der Erhaltung des bestehenden Gebäudetraktes der Firma FIAT aus Denkmalschutzgründen würde zu unvertretbaren hohen Dichten am Rest des Grundstückes sowie zu erheblichen funktionellen Nachteilen in der neuen Baustruktur führen. Das Preisgericht stellt fest, dass der Erhaltung der Grünfläche absoluter Vorrang einzuräumen ist, und empfiehlt daher, den Wettbewerb um eine Überarbeitungsphase zu erweitern.****

Die drei Architektengruppen sollen Alternativen zu ihren Vorschlägen ausarbeiten, in denen die Erhaltung des bestehenden FIAT-Gebäudes nicht mehr vorgegeben ist. Die Jury erstellt darüber hinaus eine Reihe von weiteren Richtlinien, von denen die wesentlichsten sind:

o Erhaltung der Grünfläche "Dreherpark" in vollem Ausmaß und mit

starkem räumlichen Bezug zum Meidlinger Tor
o maximal eine Einfahrt von der Schönbrunner Straße in eine

Tiefgarage
o Anpassung der Gebäudehöhen an die ortsübliche Höhentopografie

Für diese Überarbeitungsphase ist ein geringer Aufwand und eine kurze Bearbeitungszeit vorgesehen, sodass ein Ergebnis Mitte Dezember 2001 vorliegen kann. Parallel zu der anschließenden Erarbeitung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes für den gegenständlichen Bereich wird es zu begleitenden verkehrsorganisatorischen Untersuchungen und nachfolgenden Maßnahmen kommen.

Genesis des Projektes FIAT-Gründe

Nachdem ein erstes Projekt für den Bereich der FIAT-Gründe abgelehnt worden ist, wurden 2001 im Rahmen des Wettbewerbs für die Randzonen Schönbrunn drei Architektenteams im Rahmen einer 2. Wettbewerbsstufe (Gutachterverfahren) mit einer detaillierten Planung betraut. Im Oktober 2001 wurden die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert und am 16. Oktober im Rahmen einer BürgerInnenversammlung mit den AnrainerInnen diskutiert.

Stadtentwicklungsstadtrat Rudolf Schicker betonte dazu, dass es seitens der Stadtplanung Wien niemals Pläne für ein Hochhaus im gegenständlichen Bereich gab. Vielmehr sei es immer Vorgabe gewesen, die zukünftige Bebauung den ortsüblichen Höhen anzupassen. Das oftmals kolportierte 80 m hohe Objekt war nie Teil einer offiziellen Planung. Außerdem bedauert Schicker, dass die Jury noch zu keinem Ergebnis gelangt ist, obwohl klar unterschiedliche Konzeptionen seitens der drei Architektenteams präsentiert wurden. "Stadtentwicklung lebt auch von präzisen Terminen", so Schicker. (Schluss) gb

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Gaby Berauschek
Tel.: 4000/81 414
e-mail: gab@gsv.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK