Sima zu Temelin: "Erhöhung der Leistungsstufe ist unverantwortliches Experiment!"

FPÖ-Veto-Drohungen entlarven wahre Absicht der Regierungspartei

Wien (SK) Scharfe Kritik an die für heute geplante Erhöhung der Leistungsstufe im AKW Temelin auf 75 Prozent übte SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima: "Noch vor zwei Wochen waren selbst für die Chefin der Atombehörde SUJB, Dana Drabova, nicht alle Testkriterien bei einer 55prozentigen Reaktorleistung erfüllt. Nun soll die Leistung des Reaktors nach Angaben von Temelin-Experten Radko Pavlovec um weitere 20 Prozent erhöht werden - ein unverantwortliches Experiment direkt vor unserer Haustüre", warnt Sima. Die AKW-Betreiber wollen ihr Prestigeobjekt auf Biegen und Brechen in Betrieb nehmen, ungeachtet zahlreicher ungelöster Sicherheitsprobleme. ****

"Bis zum heutigen Tag hat man nicht einmal zu den im österreichischen Sicherheitsbericht aufgelisteten Mängeln Stellung genommen. Die Betreiber schlagen sämtliche Warnungen in den Wind und halten stur an der Inbetriebnahme des Pannenreaktors fest", bedauert Sima. Unter diesen Voraussetzungen sei ein Abschluss des Energiekapitels mit Tschechien derzeit nicht vorstellbar. Zugleich wies Sima jedoch die wiederholten Veto-Drohungen der FPÖ an Tschechien scharf zurück: "Die Ansagen der größeren Regierungspartei in Sachen Temelin entlarven sich von selbst. Die Temelin-Ängste der Bevölkerung werden als Vorwand für eine Anti-Osterweiterungs-Kampagne der FPÖ missbraucht. Der Bevölkerung wird damit bewusst Sand in die Augen gestreut, im Kampf gegen Temelin sind die FPÖ-Drohungen mehr als kontraproduktiv. Wir wollen Temelin verhindern und nicht den Beitritt Tschechiens zur EU!", so Sima abschließend. (Schluss) ns/mm

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