PK-Elternbildung: Haupt möchte verstärkt Väter in Elternbildung einbinden - BILD (web)

Familienminister präsentiert Start der bundesweiten Elternbildungs-Kampagne

Wien (OTS) - Bei einer Pressekonferenz im Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen präsentierte heute Familienminister Mag. Herbert Haupt den Start der bundesweiten Elternbildungskampagne. Hauptaugenmerk dieser Kampagne sind neben der klassischen Elternbildung, in die verstärkt auch Väter eingebunden werden sollen, die Gewalt- und die Drogenprävention.

Erste Erziehungskompetenz liegt bei Eltern

Familienminister Haupt: "Kindererziehung bringt jeden Tag neue Überraschungen; einmal ist sie spannend und lustig, ein anderes Mal wieder anstrengend und ermüdend". Das BMSG möchte nun die Eltern, welche ja über die meisten Kompetenzen in der Erziehung verfügen, zusätzliche Bildungsmöglichkeiten anbieten.

Es gehe bei dieser Informationskampagne vor allem darum, dass der persönliche und gesellschaftliche Nutzen der Elternbildung in Österreich bekannter werde und dass noch mehr Mütter und Väter als bisher die verschiedenen Angebote aufgreifen, so der Minister weiters. Dieser Zusammenhang werde auch durch den Slogan der Kampagne unterstrichen: Elternbildung - Der Familie zuliebe.

Elternbildung richtet sich an alle

Grundsätzlich richte sich die Elternbildung an Menschen aller Bildungsschichten, die mit Kindern leben, oder sich auf die Geburt eines Kindes vorbereiten. Für Elternbildung gebe es in Österreich aber keinen zentralen Anbieter, vielmehr würden gemeinnützige, öffentliche, private und konfessionelle Initiativen regional abgestimmt bedarfsorientierte Veranstaltungen organisieren. Zu nennen seien hier stellvertretend das katholische Bildungswerk, der Verband Österreichischer Volksbildungswerke, der Österreichische Familienbund, die Kinderfreunde, aber auch Einrichtungen der Länder.

Staat soll Eltern bei Erziehung unterstützen

Die Eltern haben die Möglichkeit, sich in Seminaren, Workshops, Vorträgen und Gesprächsrunden Wissen zu den verschiedenen Entwicklungsphasen ihres Kindes anzueignen. "Für mich als Familienminister ist es ein großes Anliegen, dass Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder nicht allein gelassen werden, sondern qualifizierte Unterstützung erhalten. Auch der Staat hat eine Verantwortung zu tragen, wenn es darum geht, Schwierigkeiten in den Familien vorzubeugen. Aber auch die Gewaltprävention soll im Rahmen der Elternbildungskampagne ihre Beachtung finden", betonte Haupt.

Elternbildung gesetzlich verankert

Elternbildungsangebote werden bereits seit dem Jahr 1995 gefördert, was im verstärkten Ausmaß seit dem Jahr 2000 im Rahmen des Familienlastenausgleichsfonds erfolge. Ziel dieser Förderung sei es, die Angebotspalette allen Müttern und Vätern leicht zugänglich zu machen.

Elternbildung ist bedürfnis- und teilnehmerorientiert

"Für mich ist es ganz besonders wichtig, unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen entsprechend ausreichend Angebote für Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher, Großeltern und Stiefeltern bereit zu stellen. Kinder aus Patchwork-Familien (hier leben Kinder aus früheren Beziehungen der Eltern gemeinsam in einem Haushalt) werden dabei aber ebenso berücksichtigt", sagte Haupt. Ebenso sei es wichtig, Angebote für Eltern mit besonderen Bedürfnissen wie Eltern von behinderten Kindern, Eltern mit interkultureller Herkunft, zu ermöglichen.

Im Rahmen der Pressekonferenz kamen auch Referent(inn)en von Elternbildungsträgern aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, nämlich

  • Dr. Edith Marktl, Elternbildungsexpertin des Wiener Familienbundes
  • Dr. Martin Peter, Bildungsreferent des Netzwerkes Elternbildung (NÖ Hilfswerk/Bildungs- und Heimatwerk NÖ)
  • Mag. Hans Lunzer, Pädagogischer Leiter und Geschäftsführer des Volksbildungswerkes für das Burgenland

sowie Vertreter(inne)n der mit der Kampagne betrauten Agentur HOCHEGGER/COM zu Wort, die Details der werbetechnischen Umsetzung präsentierten.

"Ich bin davon überzeugt, dass sich die Elternbildungskampagne sehr positiv zugunsten der Familien in diesem Lande auswirken wird", so Haupt abschließend.

Anzeigensujets können per ISDN unter:
t.kolmanz@hochegger.com oder
Tel: 01/505 47 01-19 angefordert werden.

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Rückfragen & Kontakt:

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Generationen
Gerald Grosz, Pressesprecher
Tel.: 01/71100-6440
www.bmsg.gv.at

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