ÖGB: Hat Khol den siebenten Zwerg von links schon vergessen?

Klubobmann einer der kleinsten Parteien hat nichts gelernt

Wien (ÖGB). "Nichts gelernt hat ÖVP-Klubobmann Andreas Khol aus seiner "Zwergengeschichte"', kommentierte die Leitende Sekretärin im ÖGB, Roswitha Bachner, die Aussagen von ÖVP-Klubobmann Khol im "News", demnach eine Beteilung bei der ÖGB-Urabstimmung unter 900.000 nichts wert wäre. "Dürfen wir Sie, sehr geehrter Herr Khol, als Klubchef einer der kleinsten Parteien in Österreich daran erinnern, dass Ihr Familienvolksbegehren im Jahre 1999 mit 183.154 Stimmen sehr bescheiden ausgefallen ist." ++++

Dr. Andreas Khol steigt offensichtlich gerne von einem Fettnäpfchen in das andere. Nach dem sich der ÖVP-Klubchef mit seiner Aussage "der siebente Zwerg von links" - gemeint war damals sein Parteifreund, der Niederösterreichische AK-Vize Alfred Dirnberger - schon seinerzeit bei seinen eigenen FunktionärInnen großen Unmut zugezogen hat, glaubt er nun darüber entscheiden zu können, wann die ÖGB-Urabstimmung ein Erfolg ist oder nicht. Dabei hat Herr Khol aus der unrühmlichen "Zwergengeschichte" nichts gelernt. Nun zu sagen, unter 900.000 Stimmen sei die ÖGB-Urabstimmung nicht relevant, kann nur als Zeichen der Nervosität gewertet werden. Eine Politik des "Madigmachens und D´rüberfahrens" bringt nichts. Auch Herr Khol und mit ihm die gesamte Bundesregierung und alle politisch Verantwortlichen werden gut beraten sein, die vielen Tausenden Stimmen der ÖGB-Mitglieder ernst zu nehmen.

Der ÖVP-Klubobmann hat offensichtlich nicht nur den "siebenten Zwerg von links schon vergessen", sondern möchte auch nicht wahr haben, dass es zigtausende Menschen in Österreich gibt, die mit der unsozialen Politik der derzeitigen Bundesregierung nicht einverstanden sind. Und diese arbeitnehmerfeindliche Politik - auch das ist eine Tatsache - wird ganz wesentlich von Herrn Khol gestaltet, der aber "nur" Klubchef einer der kleinsten Parteien in Österreich ist. Bachner abschließend: "Wer bei dem von der ÖVP initiierten Familienvolksbegehren im Jahre 1999 lediglich in der Lage war, bescheidene 183.154 Stimmen zu bekommen, sollte sich nicht anmaßen, ab wann die ÖGB-Urabstimmung ein Erfolg ist. (ew)

ÖGB, 18. Oktober 2001
Nr. 861

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