Pittermann fordert verstärkte Forschung bei Kindermedikamenten

Arzneimittelhersteller müssen Wirkungsweise gründlich erproben

Wien, (OTS) "Kinder benötigen eigens auf die Bedürfnisse von jungen Menschen zugeschnittene Medikamente", kritisierte Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker anlässlich einer Pressekonferenz im Parlament, dass Kinder häufig mit einer niedrigen Dosierung eines für Erwachsene entwickelten Medikamentes behandelt werden.

"Medikamente, die auf Erwachsene zugeschnitten sind, greifen bei Kindern oft gar nicht, bzw. müssten ganz anders angewendet werden", so Pittermann. Die Stadträtin fordert daher, dass alle Pharmafirmen bei der Neu- aber auch bei der Nachzulassung von Arzneimitteln klinische Studien über die Anwendbarkeit bei Kindern einreichen müssen. "Die Wirkung der Medikamente auf den kindlichen Körper muss vor ihrer Anwendung im klinischen Bereich erprobt und - unter Beiziehung von Pädiatern (Anm.: Facharzt für Krankheiten des Säuglings- und Kindesalters) - gründlich erforscht werden", so Pittermann.

Die SPÖ wird aus diesem Grund Anfang November im Parlament drei Entschließungsanträge einbringen, denen sich Pittermann inhaltlich voll anschließt. "Mir liegt das gesundheitliche Wohl der Kinder am Herzen, nicht die Gewinne der Arzneimittelmultis", stellt Pittermann die Suche nach den besten Therapiemöglichkeiten für Kinder vor Marketinginteressen. (Schluss) rog

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Andrea Rogy
Tel.: 53 114/81 231
Handy: 0664/516 44 73
e-mail: andrea.rogy@ggs.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK