Morak: Ernst Jandl-Lyrik-Preis setzt neuen Schwerpunkt

Morgen beginnen die ersten Ernst Jandl-Lyrik-Tage in Neuberg/Mürz

Wien (OTS) - "Mit den Ernst Jandl-Lyrik-Tagen setzen wir einen
neuen Schwerpunkt und wollen eine lebendige Auseinandersetzung mit Jandls einzigartigem Werk und mit jener Gegenwartsliteratur, die mit ihm verbunden ist, anregen", sagte Staatssekretär Franz Morak, heute, Donnerstag, anlässlich der morgen beginnenden Ernst Jandl-Lyrik-Tage in Neuberg an der Mürz, im Rahmen derer erstmals der Ernst Jandl-Lyrik-Preis verliehen wird.

Erster Preisträger des Ernst Jandl-Lyrik-Preises ist Thomas Kling, "der mit seiner kompromisslosen Schreibweise zu den wichtigsten deutschsprachigen Dichtern der mittleren Generation zählt", so Morak. Der mit 200.000.- ATS dotierte Preis wird für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik an einen deutschsprachigen Autor verliehen. Die Preisverleihung findet am Samstag, den 20. Oktober, um 18.00 Uhr im Refektorium des Neuberger Münsters statt.

Thomas Kling, geboren 1957 in Bingen, lebte in Düsseldorf, Wien, Finnland und viele Jahre in Köln. Seit 1994 wohnt er auf der Raketenstation Hombroich am Niederrhein bei Neuss. Neben anderen Auszeichnungen erhielt er 1993 den 1. Else Lasker Schüler Preis für Dichtung und 1997 den Peter-Huchel-Preis. Bisher erschienen von ihm "erprobung herzstärkender mittel". gedichte ( 1986) , "geschmacksverstärker". gedichte 1985-1988 (1989), "brennstabm". gedichte (1991), "nacht. sicht. gerät". gedichte (1993), "morsch". gedichte (1993), "Itinerar" (1997), "Catull: das Haar der Berenice" (1997), "wolkenstein.mobilisierun' ".ein monolog (zusammen mit Ute Langanky, 1997), "gelände.camouflage" (zusammen mit Ute Langanky, 1998), "Fernhandel." Gedichte (1999), "Botenstoffe" (2001) und "Sprachspeicher" (2001).

"Die Ernst Jandl Lyrik Tage wollen auch dazu anregen, dass Dichter, Schriftsteller, Kritiker und interessierte Leser miteinander ins Gespräch kommen. Ich freue mich auch besonders, dass die Wiener Akademie mit Martin Haselböck das Requiem für Ernst Jandl "will nicht mehr weiden" von Friederike Mayröcker und Martin Haselböck uraufführen wird und auch die Aufführung des Stücks "weltgebräuche" von Martin Haselböck und Ernst Jandl, mit Martin Haselböck und Frank Hofmann auf dem Programm steht", so Morak abschließend.

Die Lesungen und Vorträge am Samstag sowie die Preisverleihung werden auf der homepage der Kunstsektion www.art.austria.gv.at in Ton und Bild übertragen. Der genaue Programmablauf kann dort ebenfalls abgerufen werden.

Shuttlebusse von Graz und Wien (Anmeldung und Information in der Literaturabteilung der Kunstsektion II/5 bei Frau Hartl unter 53115/7556).

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