GURT: FASTEN YOUR SEATBELT, PLEASE...

Die Unfallzahlen des Kuratorium für Verkehrssicherheit beweisen wieder: Niemals ohne Gurt, heisst die Devise. Ein Appell zu Eigenverantwortung und mehr Verantwortung gegenüber Kindern im Straßenverkehr

Wien (OTS) - Wie gefährlich es im Straßenverkehr für Gurtmuffel ist, beweisen die traurigen Zahlen der Unfallbilanz des ersten Halbjahres 2001: Von 255 getöteten Pkw-Insassen waren 120 nicht angegurtet. Für unangeschnallte Pkw-Lenker ist das Risiko bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen sogar achtmal so hoch wie für angeschnallte Fahrer. Der Sicherheitsgurt kann Leben retten und die Verletzungsschwere stark reduzieren. Statistiken des Kuratorium für Verkehrssicherheit ergaben, dass rund 18 Prozent der Verunglückten, die ohne Gurt unterwegs waren schwer verletzt waren. Die Zahl der angeschnallten Schwerverletzten ist mit rund 8 Prozent bedeutend geringer. "Die Bereitschaft der Österreicher, einen Gurt zu verwenden lässt leider zu wünschen übrig. Schon eine Erhöhung der Verwendungsquote um nur zehn Prozentpunkte könnte österreichweit 90 Menschenleben retten", appelliert KfV-Direktor Dr. Othmar Thann zu mehr Eigenverantwortung.

Anschnallen, auch am Rücksitz!

Rund 75 Prozent der Lenker und Beifahrer schnallen sich auf den Vordersitzen an. Auf den Rücksitzen verringert sich dieser (ohnehin zu niedrige) Prozentsatz drastisch. Nur 45 Prozent der erwachsenen Mitfahrer gehen im Pkw-Fond auf Nummer sicher. "Dabei ist es "hinten" keineswegs sicherer. Das ist eine Irrmeinung. Beim Aufprall wird der nicht angeschnallte Passagier auf dem Rücksitz gegen den Vordermann geschleudert und gefährdet diesen zusätzlich", erläutert KfV-Chef Thann. Alles anschnallen, heisst die Devise

Kinder sichern, aber richtig

Geht es um die richtige Sicherung der Jüngsten, ist vor allem das Verantwortungsbewusstsein der Erwachsenen gefragt. Trotz der seit 1994 geltenden Kindersicherungspflicht fährt noch immer jedes vierte Kind ungesichert im Pkw mit. Tatsache ist, dass die Fahrt im Auto für Kinder die gefährlichste Art darstellt, am Verkehr teilzunehmen: Von insgesamt 10 getöteten Kindern in der ersten Hälfte 2001, verunglückten 8 als Mitfahrer im Auto. "Viele Unfälle mit Kindern würden glimpflicher verlaufen, wenn die Kinder vorschriftsmäßig gesichert würden, also durch ein zu Gewicht und Größe passendes Sicherungssystem", so Thann.

Einige Tipps wie Jung und Alt (ge)sicher(t) ans Ziel kommen

  • Jedem Kind sein geprüfter Kindersitz - je nach Größe, Gewicht und Alter unterschiedlich
  • Bei der Anschaffung eines Kindersitzes Kind und Auto unbedingt zum Probesitzen mitnehmen
  • Montage im Fahrzeug vorführen lassen, Sicherheitssystem muss fest verankert werden können
  • Kein Kindersitz kann 100%igen Schutz bieten. Der beste Schutz ist daher eine langsamere Fahrweise
  • Auf richtige Sitzposition achten
  • Je straffer der Gurt, desto besser schützt er - daher sofort nach dem anschnallen und von Zeit zu Zeit straff ziehen
  • Niemals Gurt mit verdrehten Gurtbändern benutzen
  • Zu dicke Kleidung vermindert die Schutzwirkung des Gurtes
  • Nach jedem Unfall Gurt austauschen

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
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Tel.: (01) 71 770/225
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