Roßauer Lände: Christoph Chorherr: "Ruhig bewerten statt Panikmache"

Grüne: Parkspur bringt für AnrainerInnen viele Vorteile

Wien (Grüne) - Seit heute ist die linke Spur in der Roßauer Lände eine permanente Parkspur. Im Vorfeld gab es dagegen heftige Proteste von Seiten des ÖAMTC und der ÖVP in den Medien, die bereits an Panikmache grenzten. Der heutige Morgen hat jedenfalls gezeigt, daß diese Maßnahme nicht zu einem totalen Verkehrschaos im Alsergrund geführt hat, wie dies von den Kritikern prophezeit wurde. Laut Aussagen der Exekutive ließ sich noch nicht abschätzen, ob die Situation ärger war als im bisherigen Frühverkehr. Die größten Probleme gab es durch undisziplinierte AutofahrerInnen, die sich vor der Friedensbrücke erst kurz vor der Kreuzung von der Rechts-Abbiegespur in die rechte Geradeausspur zwängten, obwohl diese neuen Fahrspur-Verhältnisse bereits rund 200 Meter vor der Kreuzung auf Höhe der Gussenbauergasse groß angekündigt wurden.

Die Maßnahme ist vorerst auch nur als Versuch für sechs Monate anberaumt. Christoph Chorherr, der Klubobmann des Grünen Rathausklubs plädiert daher dafür, eine objektive Beurteilung abzuwarten: "Wie sich diese Maßnahme auf den Verkehr im Alsergrund auswirken wird, kann man erst nach einiger Zeit seriös beantworten. Die AutofahrerInnen brauchen sicherlich eine gewisse Zeit, bis sie sich an die geänderte Verkehrsorganisation gewöhnen." Diese Meinung vertritt interessanterweise auch der ARBÖ, der in einer Presseaussendung erklärt, daß jeder Versuch eine kurze Gewöhnungszeit benötigt, um praxisorientierte Analysen und Stellungnahmen abzugeben.

Die Gründe, die aus der Sicht der Wiener Grünen für die Reduktion der Roßauer Lände auf zwei Fahrspuren sprechen, faßt der Klubobmann der Alsergrunder Grünen, DI Christian Kaizar, kurz zusammen: "Das Verkehrsaufkommen auf der Roßauer Lände (37.000 Autos täglich) rechtfertigen aus planerischer Sicht keinesfalls drei Fahrspuren." Außerdem hat die Spittelauer Lände bereits auf Höhe der Müllverbrennungsanlage Spittelau nur zwei Fahrspuren. "Die Reduktion der Spittelauer Lände vor der Friedensbrücke auf zwei Geradeaus-Fahrspuren ist daher nur konsequent," so Kaizar weiter. Die Verengung auf zwei Spuren bringt daher eine eindeutigere und damit sicherere Verkehrsorganisation und den BewohnerInnen des Alsergrunds gut 150 Stellplätze mehr. Daher plädiert auch Kaizar dafür, die Versuchsphase abzuwarten und appelliert an Verkehrsstadtrat Schicker nicht wegen des Drucks der Autofahrerlobby umzufallen.

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