Pittermann präsentiert SP-Antrag zu Medikation bei Kindern

Arzneimittelprüfung auch für Anwendung bei Kindern notwendig

Wien (SK) Zwei bereits eingebrachte SPÖ-Entschließungsanträge zur Verbesserung der Medikation bei Kindern stellte Wiens Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann in der SPÖ-Pressekonferenz zur Gesundheitspolitik am Donnerstag vor. Das Problem sei, dass an die 80 Prozent der Medikamente, die in der Kinderheilkunde angewandt werden, für Kinder nicht extra zugelassen sind. Die SPÖ will deshalb prüfen, ob Arzneimittelhersteller dazu angehalten werden können, bei Neu- und auch Nachzulassungen die Indikationsstellung auch für die Kinderheilkunde zu beantragen. ****

"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen", betonte Pittermann, vielfach werde aber bei einem Medikament für Kinder einfach eine niedrigere Dosis angewandt, obwohl die Wirkung grundsätzlich anders sein könne. Dieses Problem bestehe gerade bei Antibiotika oder bei Medikamenten in der onkologischen Therapie. "Wir brauchen Medikamentenstudien für Kinder", forderte die Stadträtin deshalb.

Die SPÖ hat deshalb drei Entschließungsanträge eingebracht. Darin wird u.a. der Gesundheitsminister aufgefordert zu prüfen, ob Arzneimittelhersteller nicht gesetzlich dazu angehalten werden können, bei Neu- und insbesondere bei Nachzulassungen klinische Studien auch für den Einsatz des Medikaments bei Kindern einzureichen. Ein wirtschaftlicher Anreiz für die Hersteller könnte dann die Verlängerung des Patent- und des Verwertungsschutzes sein, wenn eine solche Indikationsstellung beantragt wird. Weitere Forderung des Entschließungsantrages: Die Einbeziehung von Pädiatern bei der Erstellung von Prüfplänen für Arzneimittel und bei der Zulassung von Arzneimittelspezialitäten und die Erstellung und finanzielle Förderung von Studien zu diesem Thema durch den Gesundheitsminister. (Schluss) ah

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