AKNÖ veröffentlicht Studie zur Sicherheit der Arbeitswege

Öffentlicher Verkehr bietet 50mal mehr Sicherheit

Wien (AKNÖ) - "Die AKNÖ beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Entwicklung des Pendlerverkehrs in Niederösterreich. Dabei wollen wir natürlich verstärktes Augenmerk auf die Verkehrssicherheit der Pendler legen und Vorschläge anbieten, um den täglichen Weg zur Arbeit sicherer zu gestalten", erklärt der Präsident der AKNÖ, Josef Staudinger zu den Ergebnissen der Studie "Sicherheit der Arbeitswege in Niederösterreich", die nun vorliegt. ****

Der Verkehrsexperte der AKNÖ, DIng.Georg Mayer, erläutert: "Diese Untersuchung beinhaltet eine Analyse der in NÖ wohnhaften TagespendlerInnen, ihrer Arbeitswege, der Wegunfälle und deren Folgewirkung. Der Untersuchungszeitraum bezieht sich auf die Jahre 1995 - 1997."

Aus der Studie geht eindeutig hervor, dass die öffentlichen Verkehrsmittel um ein Vielfaches sicherer sind als der PKW. "Von den verunglückten PendlerInnen in Niederösterreich verwendeten 83,8% ihren PKW. Im Gegensatz dazu, verunfallen nur 0,6 % mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich denke, dass anhand dieser Zahlen sofort etwas unternommen werden muss. Wir fordern daher einmal mehr den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und begleitend dazu gezielte Informationskampagnen, um den Umstieg auf Bus oder Bahn zu erleichtern", so der AKNÖ-Chef Staudinger. Zahlreiche Anrufe in der AKNÖ beweisen, dass viele PendlerInnen nicht ausreichend über das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel informiert sind und dass das öffentliche Netz immer noch große Lücken aufweist. "Auf der einen Seite ist bei vielen Pendlern eine gewisse Scheu vorhanden, das öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und auf der anderen Seite gibt es tatsächlich keine Möglichkeit, auf Bus oder Bahn umzusteigen", legt DI Mayer die Sorgen der Anrufer dar.

Auch Radfahrer nehmen täglich ein großes Risiko auf sich. Die Analyse ergab, dass 12,9% der Verunglückten Radfahrer sind. "Als Radfahrer ist man der schwächste Teilnehmer im Verkehr. Deshalb muss mit einfachen baulichen Maßnahmen dafür gesorgt werden, diese Gefahr zu minimieren. Das heißt, Radwege müssen vom Straßenverkehr getrennt werden", sieht Staudinger eine Lösung.

Ein weiterer Punkt, der sich in dieser Studie herauskristallisiert hat, ist, dass die Zahl der "Gurtenmuffel" wieder ansteigt. Immer weniger Autofahrer schnallen sich an, und sind daher einer höheren Verletzungsgefahr bei Unfällen ausgeliefert. "Das Risiko eines tödlichen Unfallausganges ist ohne Gurt neunmal so hoch wie bei einem angeschnallten Lenker. Wenn man die Anschnallquote um 10 Prozentpunkte steigern könnte, würde dies 90 Verkehrstote pro Jahr in Österreich weniger bedeuten.25% der Pkw-LenkerInnen sind derzeit nicht angegurtet. Eine gezielte Kampagne zur Bewusstseinsänderung sollte daher oberste Priorität haben", fordert Staudinger.

"Schon mit geringem Mitteleinsatz könnten beachtliche Erfolge zur Hebung der Verkehrssicherheit erzielt werden", meint Präsident Staudinger. "Im Niederösterreichischen Verkehrssicherheitsfonds wären Mittel für derartige Informationskamapagnen vorhanden." Der Präsident zum Abschluss: "Weiters ist zu beachten, dass weniger Unfälle auch weniger Krankenstand bedeuten. Wir fordern daher, alle notwendigen Maßnahmen zu setzen, die Sicherheit am Arbeitsweg zu optimieren".

Die Studie können Sie bei den AKNÖ-Verkehrsexperten, DI Georg Mayer und Dipl Geogr.Thomas Kronister 01/58883-1638 und 1602 anfordern.
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