Städtebund: Tagung zur Verkehrssicherheit

Expertinnen und Experten im Wiener Rathaus diskutieren über das Nationale Verkehrssicherheitsprogramm

Wien, (OTS) Im Jänner 2001 kündigte das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie an, Ende des Jahres ein Nationales Verkehrssicherheitsprogramm zu präsentieren. Hauptziel ist die Senkung der Zahl der Verletzten von rund 55.000 auf maximal 23.000 bis zum Jahr 2005 bzw. der Anzahl der Toten von 976 auf weniger als 570. Damit würde Österreich etwa auf dem Standard der skandinavischen Länder liegen.

Nationales Verkehrssicherheitsprogramm

Die Straßenverkehrsunfallstatistik der Statistik Austria für das Jahr 2000 weist folgende Daten aus: Die Anzahl der Unfälle im Ortsgebiet (25.418) ist größer als die Anzahl der Unfälle im Freiland (16.708). Im Ortgebiet verunglücken aber wesentlich weniger Personen tödlich als im Freiland (217 Tote im Ortsgebiet, 759 Tote im Freiland).

Die letzten 10 Jahre zeigen zwar eine kontinuierliche Senkung der Unfalldaten, aber anzustreben ist jedenfalls, noch effizienter verstärkte Kooperationen mit Bund und Ländern einzugehen, damit weniger Menschen auf unseren Straßen verunglücken.

Vorgeschlagen wird z. B. der Aufbau von Verkehrssicherheitsnetzwerken, an denen auch Polizei, Feuerwehr, Planungsabteilungen und Schulen mitwirken.
Effiziente Maßnahmen dazu sind z.B.:

o Zonale Tempolimits
o Verkehrsberuhigung mit organisatorischen und baulichen Maßnahmen o Vermehrte Öffentlichkeitsarbeit
o Verstärkte Überwachung

Erfolg der Verkehrssicherheitsarbeit in Wien

Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden verringerte sich in Wien von 1983-1999 um 36,4 %, das sind insgesamt 27.000 Unfälle weniger.

Der Rückgang der Verletzten und Toten beträgt 38,8 %, der Rückgang der Toten beträgt sogar sensationelle 82,2 %. 1983 gab es noch 169 Tote, im Vorjahr waren es nur 30.

Neun von zehn Fußgängerunfällen sind vermeidbar

Fußgänger leben in Österreich deutlich gefährlicher als in anderen EU-Staaten. Die Untersuchung des Verkehrsclub Österreich zeigt auf: "1999 kamen in Österreich 24 Fußgänger pro eine Million Einwohner ums Leben. In den Niederlanden waren es vergleichsweise nur sieben, in Deutschland zwölf."

Dipl.-Ing. Rudolf Schicker, amtsführender Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, Wien, eröffnet die Veranstaltung. Univ.-Prof. Dr. Dipl.-Ing. Gerd Sammer moderiert die Diskussion. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus etwa 25 Städten repräsentieren rund 3 Millionen Einwohner.

o Bitte merken Sie vor:

Tagung des Österreichischen Städtebundes "Verkehrssicherheit in Städten"
Zeit: 19. Oktober, 10 Uhr
Ort: Stadtsenatssaal (Feststiege 1, 1. Stock), Rathaus, 1082
Wien
Anmeldung möglich unter: Tel.: 01/4000/899 95, Fax: 01/4000 -7135, e-mail: post@stb.or.at

(Schluss) stä

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