ARBÖ: Rossauerlände - Bezirksvorsteher Benke auf dem Weg zum Stauvorsteher

Am ersten Tag Parkspur-Flopp

Wien (ARBÖ) - Der heute gestartete Versuch auf der Rossauerlände, eine Spur zur permanenten Parkspur umzugestalten, ist nach Ansicht des ARBÖ-Wien ein Flopp. Dies deswegen, weil dort bis heute 9.00 Uhr nahezu keine Kraftfahrzeuge abgestellt waren. ARBÖ-Wien Präsident Dr. Rudolf Ertl: "Diese Maßnahme steht am Kurzfrist-Prüfstand."

Ein Team des ARBÖ unter Führung des Wiener Landesgeschäftsführers Herbert Hübner hat sich heute die Situation vor Ort angeschaut. Die Maßnahme, eine Spur zur permanenten Parkspur umzubilden, stellt sich wie folgt dar:
- Gähnende Leere, nur sporadische Parker
- Momentaufnahme von 8.37 Uhr: 23 abgestellte Pkws zwischen Friedensbrücke und Rossauer-Kaserne in der neuen Parkspur, wobei festzuhalten ist, dass 8 Fahrzeuge davon von den in großer Zahl erschienenen Medienvertretern waren.
- Stau zurück bis auf die Nordbrücke.

Das ARBÖ-Team konnte feststellen, dass die Exekutive bei der Kreuzung Friedensbrücke (Rechtsabbiegespur) lenkend eingreifen mussten, um so die Verkehrsmaßnahme zu unterstützen. Aus Sicht des ARBÖ ist das ein "künstlicher Eingriff". Die nächsten Tage und ganz besonders der Montag werden zeigen:
- Stauentwicklung
- Reaktion und Anpassung der Kraftfahrer
- Nutzung der Parkspur
- Auswirkungen dieser nicht koordinierten Maßnahme auf die Verkehrswege anderer Bezirken
- Entwicklung des Verkehrsflusses ohne "künstlichen Eingriff" der Exekutive

Dieser Umstand macht es schwer, klare Ergebnisse zu bekommen, da beispielsweise ein Lkw, der eine der verbleibenden zwei Spuren durch Parken in der ersten Spur blockierte, sofort zur Weiterfahrt veranlasst wurde.

Der ARBÖ lädt den Bezirksvorsteher des 9. Bezirkes Benke zu einen Praxisversuche ein, in der Hauptverkehrszeit auf der neuen Parkspur auf der Beifahrerseite aussteigen zu wollen. Bei ARBÖ-Versuchen benötigte der Beifahrer durchschnittlich 45 Sekunden und einen schnellen lebensrettenden Schritt, um den etwa 60 cm breiten "Pseudo-Gehstreifen" zu erreichen. ARBÖ-Wien Präsident Dr. Rudolf Ertl: "Diese Parkspur ist gerade für das Ein- und Aussteigen denkbar ungeeignet und gefährlich."

Der ARBÖ vertritt nach wie vor die Meinung, dass jeder Versuch eine kurze Gewöhnungszeit benötigt, um praxisorientierte Analysen und Stellungnahmen abzugeben. Theoretische, ultimative Zurufe haben in einer praxisorientierten Verkehrspolitik nichts verloren. Sollte dieser Pilotversuch am Montag endgültig floppen, ist dieser im Interesse der Verkehrsteilnehmer und des Wirtschaftsstandortes Wien wohl zu stoppen.

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ARBÖ Wien / Landesgeschäftführer Herbert Hübner

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