Wiener Grüne unterstützen Proteste gegen den Kahlschlag in der Beratungsszene

Monika Vana: AMS soll helfen statt verunsichern

Wien (grüne) - Die Wiener Grünen kritisieren die Vorgangsweise des Wiener Arbeitsmarktservice (AMS) anlässlich der Finanzkürzungen bei zahlreichen Beratungseinrichtungen. "Den betroffenen Vereinen, die dieser Tage ihren Protest öffentlich zum Ausdruck bringen, gilt unsere volle Solidarität und Unterstützung", so die Arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Wiener Grünen, Dr. Monika Vana.

"Die dramatischen Budgetkürzungen von 20% und mehr bei Beratungsvereinen für Frauen, MigrantInnen und Jugendliche entlarven die angebliche Kunden- und Serviceorientierung des Wiener AMS als Kahlschlag innerhalb der Beratungsszene", kritisiert Vana. "Sich in einem Brief an die Beratungseinrichtungen hinter dem Erfolg der Maßnahmen für Langzeitarbeitslose zu verstecken und die für viele existenzbedrohenden Budgetkürzungen als "Korrektur der Förderausgaben" zu umschreiben, ist angesichts steigender Arbeitslosigkeit zynisch", so Vana.

Besonders schwierig ist laut Vana die Situation für Frauen mit niedriger Qualifikation oder langer Berufsunterbrechung. Besonders im Hinblick auf die Umsetzung des Gender Mainstreamings müsste die Wiener Arbeitsmarktpolitik für diese Betroffenen besondere Schwerpunkte setzen.

Wenn schon Geldmittel seitens des Bundes gestrichen werden, ist die Stadt Wien zumindest aufgefordert, maximale Schadensbegrenzung zu betreiben und die betroffenen Einrichtungen beratend zu unterstützen und langfristig anzusichern. "Viele engagierte BeraterInnen hängen nicht nur materiell völlig in der Luft, sondern haben durch das Kaputtsparen des Arbeitsmarkts auch keine Zukunftsperspektive. Viele fühlen sich vom AMS im Kampf um ihre Existenz nicht ausreichend unterstützt".

Vana richtet einen Appell an die Gemeinde Wien, den Beratungseinrichtungen mit allen Mitteln unterstützend entgegenzukommen. Gerade als Kontrapunkt zur asozialen Politik der Bundesregierung sollte Wien alles daran setzen, den Betreuungseinrichtungen kontinuierliche Arbeit statt jährlicher Verunsicherung zu ermöglichen.

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