LKH Klagenfurt: Klarer Vorzug für das modifizierte Lohfert-Modell

KABEG gibt grünes Licht für 3,5 Milliarden S-Investition am Schwerpunkt-Krankenhaus Klagenfurt - Glanverlegung nicht erforderlich - Baubeginn 2003

Klagenfurt (OTS) - Eine sehr wichtige Entscheidung für Kärntens Gesundheitswesen und für das Klagenfurter Landeskrankenhaus ist am Mittwoch abend gefallen. Die Mehrheit im Aufsichtsrat der Krankenanstalten BetriebsGmbH (KABEG) hat sich (mit neun zu zwei Gegenstimmen) für die Umsetzung des Lohfert-Modells in modifizierter Form ausgesprochen und damit grünes Licht für eine Investition in Höhe von 3,5 Milliarden Schilling gegeben.

Landesfinanzreferent und KABEG-Aufsichtsratsvorsitzender LHStv. Karl Pfeifenberger sowie Gesundheits- und Krankenanstaltenreferent LHStv. Peter Ambrozy begrüßten die klare und gute Entscheidung auf Basis der Empfehlung durch den Kölner Spitalsexperten Michael Petri, der neben dem Lohfert-Modell noch ein zweites Alternativmodell, das Kärntner Modell "Perlenschnur" der ARGE LKH neu (Ronacher, Lexer, Schubert, Hirm) nach fix vorgegebenen Kriterien (wie Flexibilität, Kosten, Nutzflächen, Wirtschaftlichkeit usw.) zu bewerten hatte. Wie Pfeifenberger unterstrich, sei es um ein Raum- und Funktionsprogramm gegangen, nicht um Fragen der Architektur. Das nun etwas abgeänderte bzw. verdichtete Lohfert-Modell habe eindeutig besser abgeschnitten. Die ursprünglich ins Auge gefaßte Verlegung des Glanflusses aufgrund des großen Flächenbedarfes sei nun nicht mehr erforderlich, so Pfeifenberger.

Spitalsexperte Petri stellte anerkennend fest, dass beide Modelle qualifizierte Modelle seien. Die Beibehaltung des Pavillon-Systems laut dem Perlenschnur-Modell sei aufgrund der notwendigen Funktionsabläufe allerdings problematisch. Auch die genaue Bettenanzahl sei noch nicht bekannt, da erst der in Ausarbeitung befindliche Leistungsangebotsplan abgewartet werden müsse.

Ambrozy zeigte sich über die präzise Analyse und klare Empfehlung von Petri sehr erfreut. Dieses eindeutige Ergebnis habe die Entscheidung nicht schwer gemacht und diese bedeute nun auch eine Entspannung für die Belegschaft des LKH Klagenfurt. Nun sei die Chance gegeben, hier eine moderne zukunftsorientierte Planung vorzunehmen und rasch die nächsten Schritte zu setzen.

Landesrat Georg Wurmitzer, ebenfalls Aufsichtsratsmitglied, sagte, dass er den Beschluss nicht mitgetragen habe. Durch das von ihm favorisierte Modell Perlenschnur seien dem Land jedoch über zwei Milliarden Schilling erspart worden, da das erste Lohfert-Modell 5,7 Milliarden S ausgemacht hätte. Das Kärntner Projekt sei für ihn besser, weil es die bestehenden Einrichtungen nutze. Er wolle jedoch die Mehrheitsentscheidung respektieren.

Wie Pfeifenberger sagte, komme es - aufgrund der erfolgten Neubewertung - beim Aus- bzw. Neubau des Schwerpunktkrankenhauses LKH Klagenfurt zu keiner Zeitverzögerung. Im kommenden Jahr sollen die Planungen samt Architekturwettbewerb erfolgen und 2003 soll Baubeginn sein. (Schluss)

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