OeNB - Euro-Zahlungsbelege, was nun?

Wien (OTS) - Der Austausch des Bargeldes durch Euro-
Vorverteilung und Schilling-Rückholung ist eine wesentliche,
aber nicht die einzige Komponente der Euro-Umstellung. Es ist
genau so wichtig, die mit der Umstellung einhergehenden
Änderungen im unbaren Zahlungsverkehr zu beachten.

Der Euro wurde als Buchwährung bereits im Jahr 1999
eingeführt, ab Anfang 2002 wird der Euro auch Bargeld.
Gleichzeitig endet die Funktion des Schillings als Buchgeld. Während für das Bargeld die Parallelphase auf genau 2 Monate
- Jänner und Feber 2002 - beschränkt ist, läuft die
Parallelphase im unbaren Bereich schon seit fast 3 Jahren.

Man hat im Geschäftsalltag bis jetzt kaum etwas davon
gemerkt, denn nur wenige Unternehmen haben bisher ihr
Rechnungswesen und ihren Zahlungsverkehr auf Euro umgestellt.
Per Mitte 2001 lag der Anteil der österreichischen Inlands-Zahlungsverkehrtransaktionen, die schon in Euro abgewickelt
wurden, für Unternehmen bei 1,7% und für Private bei 0,5%.
Dieser Anteil liegt laut 2. Quartals-bericht 2001 der
EU-Kommission deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von
7,8% beziehungsweise 1,9%.

Jetzt sind wir in die heiße Phase der unbaren Euro-
Umstellung eingetreten. Schließlich bleibt dafür nur mehr bis
zum Jahresende Zeit. Es werden jetzt zunehmend Rechnungen und Zahlungsbelege in Euro ausgestellt.

Wesentlich für den Konsumenten und für den Wirtschaftstreibenden ist die Unterscheidung zwischen ATS- und EUR-Zahlscheinen (rot-grün versus rot-blau), da sonst
irrtümlich falsche Beträge (100 Euro statt 100 Schilling) überwiesen werden. Das vorgedruckte Währungssymbol EUR darf keinesfalls korrigiert oder gestrichen werden, da die Belege verarbeitungstechnisch separat zu behandeln sind.

Es ist notwendig, für Zahlungsziele im Jahr 2002 Euro-
Belege auszustellen. Zur Erleichterung des Überganges werden
die Banken Schilling-Belege (rot-grün) noch bis 28. 2. 2002 annehmen. Empfehlenswert ist es jedoch, ab sofort die rot-
blauen Euro-Zahlscheine zu verwenden.

Kunden, die mittels Euro-Zahlscheinen von Ihrem
Schillingkonto überweisen, haben keine Nachteile zu
befürchten. Die Banken rechnen den Betrag automatisch und
kostenlos um. Ebenso werden Euro-Zahlungseingänge auch auf ein Schillingkonto verbucht. Bei elektronischen Überweisungen ist besonders auf das Währungssymbol neben dem Betrag zu achten,
da oft der Standardwert noch auf ATS eingestellt ist.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass in dieser Phase der
Umstellung sowohl beim Belegaussteller als auch beim Einzahler Vorsicht erforderlich ist, um betragliche Fehlüberweisungen
und damit aufwändige Korrekturen zu vermeiden. Auch das
Auslassen des Währungskennzeichens am Scheck kann für den Aussteller zu kostspieligen Verwechslungen führen.

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