Fischer: Rosa Jochmann Symbol für Prinzipientreue und gegen Populismus

Wien (SK) "In der pluralistischen Demokratie benötigt jede demokratische Partei die Fähigkeit zum Kompromiss und zum Konsens. Ebenso benötigt jede Partei aber auch Symbole der Prinzipientreue und Standfestigkeit. Rosa Jochmann war ein solches Symbol der Prinzipientreue und der Standfestigkeit in Grundsatzfragen und sie hat bewiesen, dass dies mit Toleranz- und Konsensfähigkeit durchaus vereinbar ist." Dies sagte Nationalratspräsident Heinz Fischer bei der heutigen Veranstaltung der SPÖ-Bundesfrauenorganisation und des Dr.-Karl-Renner-Institutes über Rosa Jochmann und über ihr Wirken im aktuellen politischen Kontext aus Anlas ihres 100. Geburtstages. ****

In der parlamentarischen Arbeit war Rosa Jochmann, die dem österreichischen Nationalrat von 1945 bis 1966 angehörte, eine in allen Fraktionen geschätzte Abgeordnete, deren Bekenntnis zu Toleranz glaubwürdig gelebt wurde, und die wusste, dass politische Parteien nur Teile eines größeren Ganzen sind.

Gleichzeitig hatte aber ihr Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime und ihre sozialdemokratische Grundsatztreue Symbolkraft bis an das Ende ihres Lebens, sagte der Nationalratspräsident. "Rosa Jochmann ist daher auch eine Symbolfigur im Kampf gegen Populismus, Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus. Sie lehnte den Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit der Nationalsozialisten aus innerster Überzeugung ab, und duldete auch nicht verdünnte und zeitgenössisch angepasste Variationen dieser ihrem Menschenbild widersprechenden Haltung. Insgesamt steht Rosa Jochmann für vieles von dem, was die Zweite Republik in Österreich in so vorteilhafter Weise von früheren Etappen der Geschichte unterschieden hat, nämlich für Demokratie, Pluralismus, soziale Gerechtigkeit und die Fähigkeit Lehren aus der Geschichte zu ziehen, schloss Fischer. (Schluss) ml/mm

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