LR Wurmitzer: Bäuerliche Familienunternehmen weiterentwickeln

Gegen "Ausräumung" des ländlichen Raumes - Land leistet gezielte Hilfestellung - Kooperation und Nutzung von Synergien zur Erhöhung der Wertschöpfung notwendig - Leader-Programm als Chance

Klagenfurt (OTS) - Die flächendeckende Bewirtschaftung durch bäuerliche Familienunternehmen, die ökologische Orientierung der Produktion sowie die markt- und konsumentengerechte Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sind für Kärntens Agar- und Gemeindereferent Landesrat Georg Wurmitzer die zentralen Aufgaben einer zukunftsfähigen nachhaltigen Landwirtschaftspolitik. Dies bedeute, dass die bäuerlichen Familienunternehmen unternehmerisch, qualitäts- und umweltbewußt, modern und innovationsfreudig agieren sollten.

Wurmitzer unterstrich im Rahmen der Tagung "Zukunft ländlicher Raum" im Bildungshaus Schloss Krastowitz in Klagenfurt die Verantwortung für den ländlichen Raum. Die Sicherung der regionalen Wertschöpfung und die Erhaltung der Arbeitsplätze sowie die Aufrechterhaltung der Infrastruktur seien von zentraler Bedeutung, um die Gefahr des "Ausräumens" zu bannen. Daher seien kreative Lösungen zur Erhaltung der Nahversorgung gefragt. Öffentliche Einrichtungen müßten unter Mitwirkung neuer Technologien erhalten und unterstützt werden. Auch einer nachhaltigen Energiepolitik sollte, etwa durch Biomasse-Produktion, ein höherer Stellenwert zukommen. Kooperation, vor allem mit gewerblicher Wirtschaft, Vernetzungen und die Nutzung von Synergien seien das Gebot der Stunde, bekräftigte Wurmitzer.

Das Land und die Landwirtschaftskammer unterstützen die bäuerlichen Initiativen, dies geschehe durch eine gezielte Regionalberatung, offensive Bildungs- und Fördermaßnahmen wie Leader und Interreg.

Durch das sektorübergreifende, integrative Leader-Programm werden regionale Initiativen gefördert und es dient der Erhaltung von regionalen Kreisläufen. Österreich nimmt in der EU-weiten Agrarpolitik eine Sonderstellung ein. Es ist Vorreiter bei der Ökologisierung und bei den Biobauern sowie auch Spitzenreiter bei der ländlichen Entwicklung. Bei den Direktzahlungen an die Landwirte machen die Marktordnungsprämien weniger als 40 Prozent aus, es überwiegen die Leistungsabgeltungen im Rahmen der ländlichen Entwicklung.

Diesen Weg sollte Österreich und Kärnten konsequent weiterentwickeln und dabei auch neue Schwerpunkte setzen. Hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit solle es das Ziel sein, Qualitätsführerschaft auf breiter Basis zu erlangen bzw. auszubauen, so der Agrarreferent. (Schluss)

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