Schuldnerberatung erforschte Umgang mit Geld:

27.981 junge SchülerInnen in NÖ gaben Antwort

St.Pölten (NLK) - An Niederösterreichs Pflichtschulen und weiter bildenden Schulen wurden Fragebögen verteilt: Die SchülerInnen (12 bis 18 Jahre) sollten über ihren Umgang mit Geld und ihr Konsumverhalten Auskunft geben. Rund 400 Schulen in Niederösterreich wurden angeschrieben, 306 beteiligten sich, 27.981 Fragebögen wurden ausgewertet, berichtete heute Landesrätin Christa Kranzl in einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St.Pölten.

Die Fragebogenaktion wurde von der Schuldnerberatung Niederösterreich in Zusammenarbeit mit Landesrätin Kranzl durchgeführt. Die Auswertung der Fragebögen erfolgte nach absoluten Zahlen und nach Prozentwerten. Unterschieden wurden zwischen Pflichtschulen und höher bildenden Schulen, nach Schulort (wegen des Gegensatzes von Stadt und Land) und nach Ländervierteln.

"Die Schuldnerberatung ist ja mein besonderes Herzenskind", sagte Kranzl angesichts der Tatsache, dass es 18- bis 25-jährige gibt, die mit Summen bis zu 400.000 Schilling (29.069,13 Euro) verschuldet sind. Mit dieser Befragung wollte man herausfinden, wann diese Verschuldung einsetzt. Als Soziallandesrätin sei sie mit vielen Fällen konfrontiert, in denen die finanzielle Situation besonders schlecht ist. Vor allem auch durch Kontakte mit der Schuldnerberatung wurde jedoch in vielen Fällen den Verschuldeten Hilfe gewährt, sagte Kranzl. Nur 3,7 Prozent der Befragten haben allerdings angegeben, tatsächlich Schulden zu haben. "Das klingt am ersten Blick eigentlich sehr positiv", aber immerhin borgen sich rund 33 Prozent Geld aus. 75 Prozent geben an, kein Problem mit dem Umgang mit Geld zu haben, aber 20 Prozent verraten, dass sie dennoch manchmal "ins Schwitzen" kommen.

Fast 16 Prozent der SchülerInnen bekommen kein Taschengeld, war eine weitere Auskunft. 19 Prozent der PflichtschülerInnen und 10 Prozent der SchülerInnen der höherbildenden Schulen sind davon betroffen. 12 Prozent der Kinder, die in der Stadt zur Schule gehen, erhalten kein Taschengeld, auf dem Land müssen 21 Prozent darauf verzichten. Der größte Teil der Befragten erhält pro Monat bis 300 Schilling (21,80 Euro), 21 Prozent bis zu 500 Schilling (36,34 Euro), fast 27 Prozent mehr als 500 Schilling. Das Taschengeld wird bevorzugt für den Kauf von CD’s, Computerspielen, Büchern, Zeitschriften, für das Ausgehen, Getränke, Naschereien und für die Handyrechnung ausgegeben. Und: Fast die Hälfte der Jugendlichen legt vom Taschengeld etwas auf die hohe Kante.

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