Rotkreuz-Präsidum verwehrt sich gegen angebliche Vorwürfe des Landeshauptmanns Dr. Pröll

Tulln (OTS) - Das Präsidium des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Niederösterreich verwehrt sich entschieden gegen den in einem Artikel der NÖ Nachrichten dargestellten - das Ansehen des Roten Kreuzes schädigenden - Vorwurf, "die Rotkreuz-Führung ginge zu großzügig mit den zur Verfügung gestellten Geldern um.", mit dem Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll dort zitiert wird.

Zu dieser Thematik weist das Präsidium deutlich auf folgende Punkte hin:

1.) Das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung stellt zur Zeit nahezu keine finanzielle Mittel für den Rettungs- und Krankentransportdienst zur Verfügung - die Verwendung der Gelder, die tatsächlich zugesagt, beschlossen und dann auch überwiesen wurden werden von Beamten der Landesregierung intensiv nach ihrem Einsatz geprüft. Ausserdem müsste der Landesregierung, und damit auch dem Landeshauptmann, seit Tagen die - von ihr selbst in Auftrag gegebene - "Analyse der NÖ Rettungsdienstorganisationen" vorliegen, in der Wirtschafts- und Sozialwissenschafter intensiv und detailliert die Effizienz und die Kosten des Rettungsdienstes in Niederösterreich analysiert haben.

2.) Das Rote Kreuz hat - wie dies im Vereinsrecht und auch in unseren Satzungen festgeschrieben ist, an jeder Dienststelle und auch im Landesverband Rechnungsprüfer, die sämtliche finanzielle Mittel " deren Verwendung und ordnungsgemäße Verbuchung kontrollieren.

3.) Zusätzlich, im Unterschied zu anderen Vereinen, lässt sich das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Niederösterreich auch von einem externen beeideten Wirtschaftsprüfer, ähnlich wie im Aktienrecht jährlich prüfen und erhält - analog zu Aktiengesellschaften - auch regelmässig den sogenannten "Bestätigungsvermerk".

4.) Auch für die Verwendung von Spendengeldern existiert innerhalb des Österreichischen Roten Kreuzes eine "Selbstverpflichtung", die den widmungsgerechten Einsatz festlegt. Sämtliche Funktionäre arbeiten im Rahmen des Leitbilds und auf der Basis der Satzungen und der Geschäftsordnung ehrenamtlich und völlig unentgeltlich im Dienste der Niederösterreichischen Bevölkerung. Nahezu 14.000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen - ebenfalls unentgeltlich im Dienste der Bevölkerung " jährlich unvorstellbare 3,9 Millionen Einsatzstunden. Müssten diese Leistungen bezahlt werden, so ergäben sich für die Gebietskörperschaften jährliche Zusatzbelastungen von rund 1,05 Milliarden Schilling Ä76,7 Millionen EuroÜ.

Das Präsidium hofft, dass es sich bei diesen Aussagen um ein Missverständnis in der Interpretation handelt, und nicht um ein wörtliches Zitat unseres Landesvaters.

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