Berglandmilch will Exportanteil weiter erhöhen

Schwaiger: Produktionsstruktur muss weiter optimiert werden

Köln/Wien, 17. Oktober 2001 (AIZ). - Österreichs größtes Milchverarbeitungs-Unternehmen, die Berglandmilch, erwirtschaftet heuer bereits 34 % des Umsatzes im Export, im Vorjahr waren es noch 25 %. In den nächsten drei bis vier Jahren soll die Exportquote auf 40 % angehoben werden, dies erklärte Berglandmilch-Generaldirektor Josef Schwaiger am Rande der Internationalen Lebensmittelfachmesse ANUGA in Köln gegenüber dem AIZ. Laut Schwaiger will sich das Unternehmen mengenmäßig auf die wichtigsten Auslandsmärkte Deutschland und Italien konzentrieren, zunehmende Bedeutung erlangt auch Griechenland. Exporte in Mittel- und Osteuropäische Länder (MOEL) waren bisher auf Grund hoher Zollbarrieren sehr gering, in den kommenden Jahren will man diese Märkte eher punktuell beliefern, beispielsweise den russischen Markt mit Markenkäse. Schwaiger sieht im Export noch deutliche Wachstumschancen und damit auch die Möglichkeit, weiterhin einen hohen Bauernmilchpreis zu zahlen. ****

In Deutschland wird die Berglandmilch heuer einen Umsatz von rund ATS 1,5 Mrd. erwirtschaften, so Schwaiger. Von den rund 200 Mio. Litern Haltbarmilch, die das Unternehmen erzeugt, dürfte ein Viertel in die Bundesrepublik geliefert werden. Auch 35 % bis 40 % der Becherproduktion (Joghurt, Obers usw.) werden in die BRD geliefert. Als Wachstumsmarkt schlechthin gilt Käse, wovon heuer 5.000 t bis 6.000 t im Nachbarland abgesetzt werden, im kommenden Jahr werden es voraussichtlich 9.000 t bis 10.000 t sein.

In Italien wird das Unternehmen heuer rund ATS 1 Mrd. mit H-Milch, Käse und Fruchtjoghurt erwirtschaften, weitere rund ATS 500 Mio. Umsatz entfallen auf die restlichen Exportmärkte. Daraus resultiert ein Gesamtexportwert von etwa ATS 3 Mrd. Insgesamt peilt die Berglandmilch laut Schwaiger für dieses Jahr einen Umsatz an, der "deutlich über ATS 8 Mrd. liegen soll".

Konzentration der Produktion

Derzeit wird in der Berglandmilch intensiv an einer weiteren Optimierung der Produktionsstrukturen gearbeitet. Dabei geht es im Wesentlichen um drei Großprojekte: In Aschbach, NÖ, wird die weiße und bunte Palette (Milch, Butter, Frischkäse, Topfen, Rahm usw.) konzentriert. Im Laufe des kommenden Jahres wird die Becherproduktion des Standortes Graz zur Gänze nach Aschbach übersiedeln. Im Jahr 2003 sollen dann an diesem Standort jährlich mindestens 200 Mio. Becherware produziert werden. Im steirischen Voitsberg soll ab Mitte 2002 die Erzeugung von geschmierten Käsearten (Rotschmierkäse) konzentriert werden, die Kapazität soll 15.000 t betragen. In Feldkirchen wiederum wird die Herstellung von Folienkäse (bis zu 28.000 t pro Jahr) erfolgen. In den restlichen Standorten (Garsten, Geinberg) werden vor allem erfolgreiche Nischenprodukte produziert.

Sortiment straffen

Das Produktsortiment von Berglandmilch umfasst derzeit etwa 450 Artikel. Hier wäre eine deutliche Straffung im Sinne der Kostenoptimierung notwendig, unterstreicht Schwaiger. Bis Jahresanfang 2002 sollen nur mehr 300 Artikel im Sortiment verbleiben.
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