SP-Muttonen: Wo bleiben Initiativen für Filmproduktion?

Wien (SK) "Filmische Willensbekundungen des Kunststaatssekretärs und Impulse ausschließlich im film-musealen Bereich werden dem österreichischen Film nicht wirklich helfen", warnte heute SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen. Das heute vorgestellte "Österreichische Studienzentrum für den Film" sei zwar ein wichtiger Schritt in Richtung Erhalt des fragilen kulturellen filmischen Erbes. Dies könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Entwicklung des vielbeachteten österreichischen Films aufgrund der rigiden Sparpolitik der blau-schwarzen Bundesregierung beträchtlich ins Stocken geraten ist. "Ohne rasche Investitionen in die Infrastruktur der Filmbranche wird der Schaden bald irreversibel sein. In diesem Licht muten die Aussagen des Kunststaatssekretärs nach Mehrwert durch Interessensbündelung zynisch an. Kooperation ist offensichtlich nur dort opportun, wo das politische Couleur stimmt", kritisierte Muttonen am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

In ganz Europa werde derzeit in mediale Wettbewerbsfähigkeit des audiovisuellen Bereiches investiert. Anders in Österreich: "Ein Verweisen der österreichischen Filmschaffenden auf EU-Fördermittel, ohne ausreichend nationale Gelder für die Kofinanzierung bereitzustellen, ist geradezu fahrlässig. Ohne eine substanzielle Erhöhung der Filmproduktionsetats und der Schaffung steuerlicher Anreize zur Investitionssteigerung in der Filmwirtschaft wird es für den österreichischen Film bald nichts mehr zu vermitteln geben", sagte Muttonen abschließend. (Schluss) ml/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.atPressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK