KUKACKA: NEBEN AUFKLÄRUNGSKAMPAGNE AUCH ERHÖHUNG DER STRAFE BEI NICHTANLEGEN VON SICHERHEITSGURTEN VON 100 AUF 300 ATS NÖTIG

Wien, 17. Oktober 2001 (ÖVP-PK) Die derzeit gültige Strafhöhe bei Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes von 100 Schilling reiche bedauerlicherweise - wie Studien von ÖAMTC und Arbö beweisen -anscheinend nicht aus, um entscheidend höhere Anschnallraten zu erzielen. ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka begrüßte daher die heutige Ankündigung von Verkehrsministerin Forstinger -auch angesichts der erschreckend niedrigen Angurtquote bei Kindern -in den Medien eine neue Gurtenkampagne zu starten. Dennoch soll neben einer umfassenden Aufklärungskampagne zur Gurtenanlegepflicht und zur Kindersicherung im Auto auch eine Erhöhung der Organstrafe von derzeit 100 Schilling auf 300 Schilling durch eine entsprechende Änderung des Sicherheitsgurtengesetzes rasch kommen, forderte Kukacka.****

Die Ergebnisse der Studien von ÖAMTC und Arbö beweisen leider einmal mehr, was seit Jahren traurige Realität ist: Das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes wird offensichtlich als Kavaliersdelikt angesehen. Besonders entsetzt zeigte sich Kukacka, dass die Sorglosigkeit mit dem Umgang mit Sicherheitsgurten auch vor den Kindern nicht halt macht, obwohl man annehmen müsste, dass wenigsten die Sicherheit der Kinder den LenkerInnen ein Anliegen wäre (im 1. Halbjahr 2001 war jedes siebente bei einem Autounfall verunglückte Kind nicht angegurtet). Dabei liegt das Risiko, bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, bei nicht angegurteten PKW-Lenker neun Mal höher als bei angegurteten.

Offensichtlich sind die Androhung von Strafe bzw. eine "hohe Erwischungswahrscheinlichkeit" immer noch die wesentlichen Gründe dafür, die Autolenker zu bewegen, sicherheitsfördernde Verkehrsmaßnahmen einzuhalten. Neben der nun anlaufenden bundesweiten Aufklärungskampagne muss aber auch eine Erhöhung der Mindeststrafe auf 300 Schilling umgesetzt werden, damit jeder Autofahrer erkennt, dass im Kampf gegen die mangelnde Gurtenanlegemoral Konsequenz notwendig ist, schloss Kukacka.
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