Niederwieser zu Uni-Reform: Gefahr für europäische Hochschulpolitik

Wien (SK) SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser sieht in der geplanten Uni-Reform eine "ernsthafte Gefährdung für den europäischen Wissenschaftsraum". "Geht es nach Bildungsministerin Gehrer, so soll durch die Uni-Reform selbst auf ein österreichweit einheitliches Studienrecht verzichtet werden. Von einer möglichen Abstimmung der Studiensysteme einzelner Länder kann dann nicht mehr die Rede sein. Der Bologna-Prozess ist gefährdet", kritisiert Niederwieser am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Das Universitätsstudiengesetz (UniStG) ´97 habe sich als Vorreiter-Gesetz bewährt. Es sei kontraproduktiv und würde gegen eine europäische Hochschulpolitik sprechen, würde dieses Gesetz aufgehoben werden, betont der SP-Wissenschaftssprecher.

Hinsichtlich der heutigen Aussagen Bildungsministerin Gehrers, wonach es sich bei den Zielen der Uni-Reform um alte Forderungen der Universitäten handle, merkte Niederwieser an, "dass es sich beim Gestaltungsvorschlag des Ministeriums in vielen Punkten nicht um die Vorschläge der Rektoren und Uni-Bediensteten handelt und auch nicht um Reforminitiativen der SPÖ aus der Vergangenheit". "Es wird Ministerin Gehrer auf Dauer nicht gelingen, die geplante Konstruktion der Uni-Leitungsgremien als Missverständnis der KritikerInnen abzutun", schloss Niederwieser. (Schluss) se/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK