Pflegenden Angehörigen "einen Teil der Last abnehmen"

LR Schmid präsentierte neu aufgelegte "Wegweiser"- Broschüre

Bregenz (VLK) - Das Vorarlberger Pflegenetz wird in
entscheidendem Maße von Menschen mitgetragen, die kranke, pflegebedürftige Familienmitglieder zu Hause betreuen. Es ist daher, so Landesrätin Greti Schmid heute, Mittwoch, im
Landhaus, "eine wichtige sozialpolitische Herausforderung,
den Pflegenden Angehörigen einen Teil der Belastungen, die
sich aus der häuslichen Pflege ergeben, durch Unterstützung
von außen abzunehmen". ****

Dazu gelte es die bestehenden Angebote und Leistungen
verstärkt aufzuzeigen und bekannter zu machen. Einmal mehr begrüßte Schmid auch die Initiative von Bundesminister Martin Bartenstein in Richtung einer Karenz von der Pflege.

In Vorarlberg beziehen 9.500 Menschen Pflegegeld, mehr als
zwei Drittel von ihnen werden von ihren Angehörigen zu Hause betreut. Das Thema betrifft vor allem Frauen: Ihr Anteil in
den Pflegeheimen beträgt 75 Prozent; 70 Prozent der Menschen,
die Pflegegeld beziehen, aber auch 85 Prozent der Pflegenden Angehörigen sind Frauen.

Wertvolle Impulse konnten durch die 1997 gestartete
Initiative "mit menschen pflegen" und das vielfältige Angebot
des Bildungshauses Batschuns erzielt werden. Dabei geht es
vor allem darum, Pflegenden Angehörigen mehr öffentliche Anerkennung und gesellschaftliche Wertschätzung zukommen zu
lassen und die psychosoziale Begleitung und Unterstützung zu verstärken, weiters durch Information, Schulungsangebote und präventive Angebote Überlastungen vorzubeugen und schließlich Angehörige zu motivieren, Dienste und Hilfsangebote in
Anspruch zu nehmen.

Umfangreiche und verlässliche Information bietet der
"Wegweiser für Pflegende Angehörige", den das Seniorenreferat
des Landes Vorarlberg gemeinsam mit Fachkräften aus der ertäglichen Pflegepraxis aktualisiert und neu aufgelegt hat.
Die Broschüre gibt Impulse zum persönlichen Umgang mit der Pflegesituation und enthält eine ausführliche Übersicht zu Angeboten rund um die Pflege daheim. Sie ist erhältlich beim Seniorenreferat im Amt der Vorarlberger Landesregierung,
Telefon 05574/511-24117, E-Mail:
peter.haemmerle@vorarlberg.at.
(gw,nvl)

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