Pittermann: kurze Strecken lieber zu Fuß zurücklegen

Walking Miles der Stadt Wien regen zu kulturellen Reisen durch Bezirke an

Wien, (OTS) "Zu Fuß gehen eröffnet uns viele neue Eindrücke in allernächster Nähe: so können wir viele versteckte Bauwerke und Kulturgüter, die wir bis dahin nicht wahrgenommen haben, entdecken", bemerkt Wiens Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann-Höcker bei einem Besuch der "Walking Mile" im dritten Wiener Gemeindebezirk. Gemeinsam mit Herrn Prim.Univ.-Prof.Dr. Alfred Engel, dem Vorstand der orthopädischen Abteilung im Sozialmedizinischen Zentrum Ost - Donauspital, betont Pittermann, dass kurze Strecken des Alltages - also alle Wege unter einem Kilometer - im Idealfall immer per pedes zurückgelegt werden sollten. Dies sei sowohl für die Gelenksmuskulatur als auch für das gesamte Herz-Kreislaufsystem eine Wohltat, da das Gehen die physiologischste Form der Fortbewegung ist.

Walking Miles bestehen bis zum Jahr 2003

Die sogenannten Walking Miles bestehen bis zum Jahr 2003 in sieben Bezirken. Jede Walking Mile besteht aus einem Anfangs- und einem Endpunkt und ist zumindest einen Kilometer lang. Am Start erhält man Grundsatzinfos zur Aktion und eine Routenbeschreibung -inklusive Längenangaben und Kalorienverbrauch -der jeweiligen Walking Mile. Im Verlauf der Walking Mile wird dann an einzelnen Fahnenstationen auf Sehenswürdigkeiten oder versteckte Kulturschätze entlang des Weges aufmerksam gemacht. Der Spaziergang wird damit zur kleinen Entdeckungsreise.****

Hier gibt es Walking Miles:

o 2. Bezirk: von der Schwedenbrücke bis zum Praterstern;
o 3. Bezirk: von der Landstraßer Brücke bis zum Platz der Opfer

der Deportation
o 5. Bezirk: vom Siebenbrunnenplatz bis zum Margaretenplatz;
o 6. Bezirk: vom Gürtel bis zur Rahlgasse;
o 8. Bezirk: Josefstädter Straße 2 bis Josefstädter Straße 82;
o 14. Bezirk: von der Reindlgasse bis zur

Kendlerstraße/Hütteldorfer Straße;
o 18. Bezirk: vom Währinger Gürtel bis zum Aumannplatz

Enger Zusammenhang zwischen Schrittlänge und Körpergröße

Die Schrittlänge eines Erwachsenen Menschen beträgt ca. 75 cm, bei Kindern im Altersbereich von sechs bis acht Jahren ist sie um ca. 50% vermindert. Die Gehgeschwindigkeit beträgt bei einem Stadtbummel ca. 3-4 km/h, die Marschgeschwindigkeit ist ca. 5-6 km/h. Die Grenze vom Gehen zum Laufen ist individuell verschieden und beginnt für manche bereits bei 6 km/h, meist beginnt die sportliche Aktivität bei einer Geschwindigkeit von ca. 7-8 km/h.
Schrittlänge und Körpergröße stehen in engem Zusammenhang. Je kleiner die Person, desto kürzer die Schrittlänge. Je höher die Absatzhöhe, desto kürzer die Schrittlänge. Je weicher der Schuh, desto kürzer die Schrittlänge. Eine große Schrittlänge bedeutet eine niedrige Gehfrequenz. Gehen als aktive Form der körperlichen Ertüchtigung bedarf keiner Sportschuhe. Schuhe zum Gehen benötigen eine gute Fersenfassung aber keinen zu weicher Absatz. Die Absatzhöhe soll auf den Rist abgestimmt sein. Zur Verminderung der Sturzgefahr sollte der Absatz rutschfest sein.

Regelmäßiges Gehen ist gesund

Wenn man 30 Minuten pro Tag geht, bedeutet dies laut Prof. Haber den Verbrauch von 55 kcal. Berechnet auf eine Arbeitswoche von 5 Tagen sind dies 275 kcal. Wenn 1 kg Fett 9500 kcal enthält, bedeutet dies, dass alle 34 Wochen 1 kg Körperfett abgebaut wird.
Nach einer Studie nimmt die Gesamtmortalität bei Männern ab Beginn ihres Ruhestandes etwa um 40% ab, wenn diese eine tägliche Gehleistung zwischen 3,3 und 12,8 km erbracht haben.

Gehen ist die beste Antwort auf Bewegungsarmut und bewirkt eine Schulung der koordinativen Fähigkeiten:

o Weiterentwicklung der Gleichgewichtsfähigkeit
o Reaktionsfähigkeit
o Räumliche Orientierungsfähigkeit (Stellung des Körpers im Raum).

Daraus ergibt sich eine verminderte Sturz- und Verletzungsgefahr und eine Dynamisierung des Bewegungsablaufes.

Gehen als Gelenkstraining

Gehen bedeutet auch Gelenkstraining durch Aktivierung des Gelenksstoffwechsels (Verteilung der Gelenksflüssigkeit, Knorpelernährung, usw.). Die Bandstrukturen des Beines werden durch Zunahme der Zug- und Reißfestigkeit stabilisiert, die Muskulatur wird dynamisiert, der muskuläre Krafteinsatz auf den Bewegungsapparat wird verbessert. Daher ist das Gehen die ideale Bewegungsform im Alter zum Erhalt der Gelenksfunktionen.

Auf Wunsch senden wir Ihnen sehr gerne eine graphische Darstellung des Verlaufes der Walking Mile im jeweiligen Bezirk bzw. nähere Informationen über die einzelnen Stationen zu. (Schluss) rog

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