Großübung DEKO 2001 abgehalten

Bewährung für das Krisenmanagement der Stadt Wien

den Einsatzkräften der Stadt Wien, wie Berufsfeuerwehr (MA 68) - Wien, (OTS) Am Dienstag wurde bis in die Abendstunden die Großübung DEKO 2001 (für Dekontaminierung) abgehalten, an der neben bei
der auch die Einsatzleitung lag -, Berufsrettung (MA 70), weiters aus dem Stabsbereich Katastrophenschutz und Sofortmaßnahmen (MD-KS) das Dezernat Zivilschutz, Krisenmanagement und Sicherheit (MD-ZKS) sowie das Österreichische Bundesheer (ABC-Abwehrschule) und die Wiener Polizei, die sogar einen für das Strahlenspüren in der Luft adaptierten Polizeihubschrauber einsetzte, mitwirkten. Beobachter kamen aus zahlreichen zivilen Einsatzorganisationen, vor allem aus dem Kreis der Helfer Wiens (K-Kreis) sowie aus mehreren Bundesländern. Die Großübung, an der insgesamt 120 Personen aus den o.a. Bereichen zum Einsatz kamen, setzte sich aus zwei Teilen -zuerst auf dem Gelände des ARBÖ-Trainingszentrums auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern (22. Bezirk) und dann in der Desinfektionsanstalt der Stadt Wien im 3. Bezirk, Hüttenbrennergasse - zusammen.

In Aspern bot sich folgendes Szenario: Bei einem Unfall zwischen einem Kleinlaster und einem PKW mit mehreren Verletzten stellte sich heraus, dass sich auf dem LKW Behälter mit radioaktivem Material befanden, die zum Teil beschädigt bzw. verstreut wurden. Für einen in der Nähe befindlichen Bus bestand darüber hinaus die Gefahr, dass die Insassen einer Strahlung aus den beschädigten Behältern ausgesetzt waren. Deshalb wurden neben den üblichen Einsatzkräften Polizei, Feuerwehr und Rettung auch Strahlenspür- und Strahlenschutzeinheiten angefordert. Diese rekrutierten sich aus der Wiener Berufsfeuerwehr, dem Bundesheer (Höchstanwesender Divisionär Karl Semlitsch) und der Polizei. Noch an Ort und Stelle wurde in mobilen bzw. kurzfristig errichteten Anlagen eine Not-Dekontaminierung der beteiligten Personen vorgenommen, ebenso wurden auch die Einsatzfahrzeuge und die Unfallfahrzeuge behandelt.

In weiterer Folge wurden die (möglicherweise) kontaminierten Personen zur gründlichen Untersuchung und Versorgung in die Desinfektionsanstalt der Stadt Wien gebracht, wo 50 Personen in stationären Anlagen dekontaminiert wurden; auch war die Betreuung durch die Akutbetreuung Wien (ABW) vorgesehen.

Diese Großübung war übrigens bereits seit längerem (nicht erst in Zusammenhang mit den Ereignissen des 11. September) geplant, weil die Stadt Wien laufend an der Verbesserung und Weiterentwicklung des Krisenmanagements und der Sofortmaßnahmen (Leitung OSR Dr. Georg Breiner) arbeitet. Seitens der Einsatzleitung sieht Wiens Branddirektor DI Dr. Friedrich Perner Bedarf für Labors im Wiener Raum, die für eine möglichst rasche Auswertung der Daten geeignet sind. Für den Leiter des Dezernats MD-ZKS, OAR Werner Hiller, wachsen mit jeder derartigen Übung die Synergien zischen den Einsatzdienststellen, es sind aber durchaus auch Punkte für weitere Verbesserungen zutage getreten. Bundesheer (Friedrich Tuma) und Feuerwehr (Ing. Manfred Görlich) zeigten Übereinstimmung darin, dass solche Übungen öfter und kurzfristig angesetzt werden sollten, um die Effizienz weiter zu steigern. Im Ernstfall könnten Feuerwehr und Bundesheer gemeinsam "mehrere hundert Mann" für die einschlägigen Aufgaben bereitstellen. (Schluss) pz

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