FWV Wien: Übergangsfristen sind bei EU-Erweiterung notwendig

Wien (OTS) - Zur Aussendung der Wirtschaftskammer Wien über die Einstellung der Unternehmen zur EU-Erweiterung nahm heute der Präsident des Wiener Wirtschaftsverbandes, LAbg. Fritz Strobl Stellung. Strobl bezog sich insbesondere auf die stärker verbreiteten Vorbehalte von Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten.

"Wer wirtschaftlich so behindert wird wie Kleinbetriebe durch diese Regierung, ist natürlich skeptisch. Wenn bedingt durch den Griff Grassers in die Kassen die Unternehmen sogar jetzt noch mehr Einkommen- und Körperschaftssteuer zahlen als budgetiert, zum Beispiel auf Grund der Steuervorauszahlungen, dann stehen vor allem die Kleinsten mit dem Rücken zur Wand."

Es sei auch bedenklich, dass die vorgesehenen Übergangsfristen für Arbeitsuchende aus den Kandidatenländern in Deutschland und Österreich immer noch nicht geregelt seien. Man habe in den Kleinbetrieben den Eindruck, es geschähe nichts. Die Furcht, letztlich im Stich gelassen zu werden, sei dementsprechend groß. Gleiches gälte für die Frage der Niederlassungsfreiheit. "Kleine und kleinste Betriebe dürfen nicht zu Verlierern werden, wenn sich in ihrem Umfeld ungebremst ähnliche Unternehmen flächendeckend ausbreiten. Der Konkurrenzkampf ist heute schon existenzbedrohend für viele KMU. Das würde auch die Idee von einem einigen Europa dauerhaft schädigen.", so Strobl.

"Auch die Einstellung der kleinen Unternehmer zur europäischen Erweiterung ist positiv. Aber man muss Betrieben, die strukturbedingt weniger flexibel sind, Unterstützung zukommen lassen, wenn sich ein Markt so fundamental verändert.", führte Strobl aus. Strobl warf der Regierung vor, gerade die Masse der österreichischen Betriebe durch eine Kaputtsparpolitik ins Abseits zu drängen. "Diese kleinen und mittleren Betriebe sind der Motor der heimischen Wirtschaft. Sie nur auszuplündern und dann als Bremser hinzustellen ist der falsche Weg."

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