Boden: Postämterschließungen im ländlichen Raum bringen große Nachteile für Bevölkerung

Ausdünnung ländlicher Regionen von Bundesregierung weiter forciert

St. Pölten, (SPI) - "Die von der Bundesregierung vor allem in den ländlichen Regionen Niederösterreichs geplante Schließung von mehr als 200 Postämtern bringt große Nachteile für die Bevölkerung. Gerade dort, wo in den letzten Monaten durch eben diese Bundesregierung zahlreiche Einrichtungen in Frage gestellt bzw. deren Schließung bereits beschlossen wurde, anzusprechen sind hier beispielhaft die Gendarmerieposten, die Nebenbahnen, die Bezirksgerichte und die Finanzämter, sollen nun weitere, für die Infrastruktur der Gemeinden wichtige Einrichtungen, einfach ‚ausradiert' werden. Was hier am grünen Tisch in fernen Ministerien ausverhandelt wird, forciert die Ausdünnung der ländlichen Regionen, ja fördert geradezu eine Entsiedelung", kritisiert der Waidhofener SP-Bundesrat Karl Boden die Politik der Bundesregierung.****

Allein im Waldviertel sind fast 50 Postämter von der Schließung bedroht. Dies ist vor allem in den ländlichen Regionen, wo künftighin 20 bis 30 Kilometer Wegstrecke zwischen den nächsten Postämtern drohen, eine massive Verschlechterung. Vor allem jene Menschen, die nicht so mobil sind, werden mit großen Problemen und zusätzlichen Erschwernissen konfrontiert. Hier gilt es gemeinsam mit der Bevölkerung, den Beschäftigten, den Bürgermeistern und Gemeindemandataren gegen diesen Kahlschlag aufzutreten und alles daran zu setzen, dass es nicht zu dieser Schließungswelle kommt.

Verärgert zeigt sich Bundesrat Boden über das Verhalten der Freiheitlichen, der ÖVP und Landeshauptmann Erwin Pröll. Boden: "In der Bundesregierung beschließen beide Parteien diesen Kahlschlag und im Land versuchen sich durch unqualifizierte Beschuldigungen abzulenken - oder schweigen zu den Sorgen der Menschen. Die Falschheit der politischen Argumentation der ÖVP kennt hier keine Schranken. Während immer klargestellt war, dass die Personalvertretung der Post dieser Schließungswelle nicht zugestimmt hat, behaupten die VP-Mandatare im Land das genaue Gegenteil. Diese Falschheit, die sogar der Landeshauptmann in der Öffentlichkeit praktiziert, kennzeichnet eine neue, landesfeindliche Politik der ÖVP. Die Interessen der Menschen, ja des Landes sind längst in den Hintergrund getreten. Einfach verantwortungslos", so Boden. (Schluss) fa

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