ORF: Viennale 2001 im Fernsehen und Radio Am Vorabend der Eröffnung, dem 18. Oktober, "Viennale 01"-Spezial in den "Kunst-Stücken"

Wien (OTS) - Das Beste vom Besten des internationalen Festivalbetriebs will die Viennale ab 19. Oktober 2001 ihrem Publikum bieten. Bereits am Vorabend, am Donnerstag, dem 18. Oktober 2001, widmen die "Kunst-Stücke" - präsentiert von Andrea Schurian - um 23.45 Uhr in ORF 1 dem Wiener Filmfest ein Spezial mit Analysen, Hintergrundberichten und einer hochkarätigen Diskussionsrunde im Studio. Auf der Viennale selbst ist der ORF mit zwei Beiträgen vertreten.
Auf dem rund 200 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme umfassenden Programm der bisher insgesamt 39. Viennale stehen auch zwei österreichische Filme, die mit Unterstützung des ORF entstanden sind:
Jessica Hausners Spielfilmdebüt "Lovely Rita", eine bestechend scharfe Milieustudie einer kleinbürgerlichen Welt und ihrer zerbrechlichen Kulissen, die heuer auch zu den Filmfestspielen von Cannes geladen war, feiert seine Österreich-Premiere. Ebenso präsentiert sich im Rahmen der Viennale der Dokumentarfilm "Der Wackelatlas - Sammeln und Jagen mit H. C. Artmann", ein letztes Porträt des Wiener Schriftstellers - inszeniert von Tochter Emily Artmann und Nichte Katharina Copony.
Die Radiosender Ö1 und FM4 berichten täglich in ihren Programmen über das renommierte Festival.

"Kunst-Stücke"-Spezial zur Viennale 01:
Nach dem Programm "Spiel mir das Lied zum Tod" von Surmann & Schepansky" in der Reihe "Rampenfieber" präsentieren die "Kunst-Stücke" eine Spezialausgabe zur Viennale 01.
Am Beginn des Schwerpunkts steht eine cineastische Feinauslese mit Ausschnitten von Siegerfilmen der großen Kinofestivals: unter anderem mit Michael Hanekes Elfriede-Jelinek-Adaption "Die Klavierspielerin". Bei den Filmfestspielen in Cannes gewann der Film den Großen Preis der Jury. Ebenfalls den Großen Preis der Jury erhielt Radikaldokumentarist Ulrich Seidl in Venedig mit seinem Spielfilm-Debüt "Hundstage". Schon während der vergangenen Jahre erwies sich Österreich im internationalen Festivalbetrieb als weitaus erfolgreicher als sein zehn Mal größerer Nachbar Deutschland. Mit einer cineastischen Premiumselektion - kurz: mit dem Besten vom Besten der großen Kinowettbewerbe - startet die Viennale ihr Programm. Gabriele Flossmann präsentiert in ihrem Bericht nicht nur die Gewinner der renommierten Festivals, sondern analysiert auch, aus welchen Motiven sie einst gegründet wurden.
Zum Thema österreichischer Film auf der Viennale stellt Christian Riehs einige der interessantesten heimischen Produktionen im Programm der Viennale vor: "Lovely Rita" heißt Jessica Hausners in Cannes viel beachtetes Spielfilm-Debüt. Auf Franz Kafkas Briefen an Felice Bauer basiert Christian Froschs "K.aF.ka fragment". Ein wunderbares Fotoporträt, eine Inszenierung mittels Selbstauslöser, ist Joerg Burgers Kurzfilm über die Künstlerin "Moscouw".
Zu einer Erfolgsanalyse nach den jüngsten Festivaltriumphen begrüßt Andrea Schurian im "Kunst-Stücke"-Studio: den in Venedig preisgekrönten Regisseur Ulrich Seidl, den Direktor der Viennale, Hans Hurch, den designierten Direktor des Österreichischen Filmmuseums, Alexander Horwath, den Filmkritiker Dominik Kamalzadeh und den Filmemacher Virgil Widrich.
Spannendes Kino aus Asien: Unter dem Titel "Restless Souls" widmet die Viennale dem intelligenten japanischen Horrorfilm ein Special. Erna Cuesta hat in ihrem "Kunst-Stücke"-Bericht überdies einen Schwerpunkt auf die Filmländer Taiwan, China und Thailand gelegt. Das Terrorattentat auf das World Trade Center in New York war auch ein Anschlag auf den American Way of Life. Doch nicht das Mainstream-Kino mit seinem typischen Hollywood-Eskapismus, vielmehr die Selbstreflexionen des Independent-Films geben über US-Lebensgefühl authentisch Aufschluss. Der Independent Film boomt, zu deren wichtigsten Vertretern die Brüder Ethan und Joel Coen zählen. Ihr Film "The Man Who Wasn't There" läuft auf der Viennale. Gabriele Flossmann berichtet über den Aufstieg des unabhängigen Kinos in den USA.
Zum Schluss der Spezialausgabe zeigen die "Kunst-Stücke" Thomas Vinterbergs preisgekrönten "Dogma"-Film "Das Fest", ein nordisches Drama. 1995 verpflichtete sich eine Gruppe skandinavischer Regisseure um Lars von Trier zum cineastischen Reinheitsgebot: "Dogma 95", wie sie ihr ästhetisches Manifest benannten, verbietet optische Mätzchen ebenso wie oberflächliche Action.
Vinterbergs archaisches Familiendrama "Das Fest" wurde 1998 in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet: Helge, unangefochtener Familienpatriach, bittet im feudalen Ambiente seines Landhauses zum Fest - sein 60. Geburtstag soll gefeiert werden. Doch statt der erwarteten Laudatio hält sein ältester Sohn Anklage, die Feier wird zum Tribunal. Denn der Vater hatte seine Kinder sexuell missbraucht.

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