Berger: Geldwäscherichtlinie nun grundrechtskonform

Meldepflicht von Anwälten abgewehrt

Wien (SK) "Es ist uns EU-Parlamentariern gelungen, gegen den Willen der Finanzminister die Meldepflicht von Anwälten und anderen Rechtsberufen bei Verdacht auf Geldwäsche ihrer Klienten abzuwehren", erklärte die SPÖ-Abgeordnete im Europäischen Parlament Maria Berger, Mitglied des Vermittlungsausschusses, Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die parlamentarischen Mitglieder des Vermittlungsausschusses zwischen EP und Rat stimmen heute über ihre Position zur Geldwäscherichtlinie ab. ****

"Ich werde jetzt für den vorliegenden Text stimmen, weil er in dieser Form mit den Grundrechten vereinbar ist. Auch nach den schrecklichen Ereignissen von New York und Washington muss in Fragen der Sicherheit das sprichwörtliche Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet werden", stellte Berger klar.

Das Europäische Parlament habe unter Beweis gestellt, "den Erfordernissen bei der Bekämpfung von Terrorismus und Kriminalität zu entsprechen - und für die Wahrung von Grund- und Freiheitsrechten einzutreten", so die SPÖ-Abgeordnete.

"Unverständlich" sei für sie, Berger, hingegen, dass etwa Auktionshäuser bisher nicht meldepflichtig gewesen seien. "Das wäre ein unberechtigter Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Kunsthandel", warnte Berger abschließend. (Schluss) ml/mm

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