Rotkreuz-Haus in Kabul durch USA bombardiert

Wien (OTS) - Gestern kurz nach 13.00 Uhr Ortszeit wurde ein Gelände des Internationalen Roten Kreuzes in Kabul, Afghanistan, von zwei Bomben getroffen. Ein lokaler Rotkreuz-Mitarbeiter, der die Lagerhäuser auf dem Gelände bewachte, wurde dabei verletzt. "Den letzten Berichten der Rotkreuz-Kollegen aus Kabul zufolge ist sein Zustand glücklicherweise stabil", weiß Bernhard Jany, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK). Das Rote Kreuz ist von diesem Zwischenfall stark betroffen und wurde bereits bei den Behörden der Vereinigten Staaten vorstellig, um Informationen über die genauen Umstände des Zwischenfalls zu erhalten.

Eines der insgesamt fünf Gebäude auf diesem Gelände wurde voll getroffen. Es diente als Lager von Hilfsgütern und soll vollständig zerstört worden sein. Ein zweites Gebäude, in dem Nahrungsmittel gelagert sind, geriet in Brand und wurde teilweise zerstört. Das Rotkreuz-Gelände befindet sich zwei Kilometer vom Flughafen der Stadt entfernt. Alle Gebäude des Roten Kreuzes im Land sind durch großflächige rote Kreuze auf weißem Grund eindeutig gekennzeichnet. Jany: "Das nun bombardierte Gelände war mit unserem Schutzzeichen deutlich versehen, das auch aus der Luft klar erkennbar war. Das Rotkreuz-Zeichen ist der einzige sichtbare Ausdruck des von den Genfer Abkommen gewährten Schutzes und darf unter keinen Umständen missachtet werden!"

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Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.roteskreuz.atÖRK-Pressestelle

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