AMA: Marketingerfolge im deutschen Lebensmittelhandel

Österreich prominent auf internationaler Fachmesse ANUGA in Köln vertreten

Köln, 16. Oktober 2001 (AIZ). - "Österreich ist auf der größten internationalen Lebensmittelfachmesse ANUGA mit über 140 von insgesamt 6.205 Ausstellern aus 95 Ländern sehr prominent vertreten", erklärte heute der Geschäftsführer der AMA Marketing GesmbH., Stephan Mikinovic, vor Journalisten in Köln. Gemessen an der Gesamtzahl der Aussteller liege man an achter Stelle. "Unser Land präsentiert sich auf dieser bedeutenden Messe als alpenländischer Hersteller naturnaher Lebensmittel. Diese Strategie hat sich in den letzten Jahren bewährt und der AMA herzeigbare Marketing-Erfolge beschert. Diese Aktivitäten schlagen sich auch deutlich in den Export-Statistiken nieder", so Mikinovic. Österreich habe 1995, dem ersten Jahr nach dem EU-Beitritt, Agrarprodukte im Wert von ATS 7,35 Mrd. nach Deutschland geliefert, bis zum Jahr 2000 sei dieser Wert kontinuierlich auf ATS 16,8 Mrd. gesteigert worden. Heuer sei auf Grund von Hochrechnungen bereits mit einem Exportwert von ATS 18,2 Mrd. zu rechnen. ****

Auf einem Gruppenstand der AMA Marketing präsentieren vom 13. bis 17. Oktober 44 österreichische Aussteller in Köln ihre Spezialitäten. Schwerpunkte der Ausstellung sind Milchprodukte, Käse, Schinken, Speck und Wurstwaren. Das Interesse an diesen Produkten sei außerordentlich hoch, berichtete Mikinovic. Zahlreiche deutsche Lebensmitteleinkäufer hätten sich bereit erklärt, Produktpräsentationen österreichischer Waren in ihren Filialen durchzuführen.

Österreich-Wochen in 8.000 deutschen Geschäften

"Mittlerweile konnten bereits praktisch alle deutschen Handelsorganisationen, ob bundesweit oder regional, für so genannte 'Österreich-Wochen' gewonnen werden. Diese konzertierten Aktionen unter dem Dach der AMA mit einem herkunftsbezogenen rot-weiß-roten Auftritt sind richtige Zugpferde für den Handel. Begleitet werden sie von Flugblatt- und Inseratenkampagnen sowie sonstigem Verkaufsförderungsmaterial", unterstrich Mikinovic. Nunmehr würden bereits jährlich gemeinsam mit 40 deutschen Handelsorganisationen in rund 8.000 Geschäften Österreich-Wochen veranstaltet. Zum Teil könne man gar nicht mehr alle entsprechenden Anfragen der Handelsketten nach diesen Verkaufsförderungs-Aktionen erfüllen.

Dass diese Marketingmaßnahmen auch Früchte tragen, zeige sich auch darin, dass insbesondere bei den in den Österreich-Wochen beworbenen Produkten auch steigende Lieferungen nach Deutschland zu verzeichnen seien. So habe Österreich den Käseexport in die BRD von 3.790 t im Jahr 1995 auf 18.600 t im Vorjahr gewaltig gesteigert. Für dieses Jahr deute eine Hochrechnung der AMA eine weitere Steigerung der Exportmenge auf über 22.000 t an, während die Importe nur leicht zunehmen dürften.

Mehr Käse im Hochpreissegment verkauft

"Besonders erfreulich ist, dass wir zunehmend Käse im Hochpreissegement im deutschen Handel verkaufen. Käse ist unser heimlicher Exporthit", sagte Mikinovic. Mittlerweile habe Österreich die Schweiz in der Rangliste der größten Käselieferanten für den BRD-Markt vom fünften Platz verdrängt.

Obst als Exportschlager

Auch bei Rind- und Schweinefleisch würden heuer enorme Zuwachsraten verzeichnet. Dies hänge damit zusammen, dass Österreich nach wie vor als BSE-frei gelte und keine MKS-Fälle aufgewiesen habe. Zum Exportschlager entwickelte sich auch der Obstbereich mit einem Wert von ATS 617 Mio. (Lieferungen nach Deutschland).

Auslandsmarkt als wichtiges Ventil

Auf Grund der einzigartigen Handelskonzentration in Österreich - die zwei größten Ketten, Billa und Spar, würden zwei Drittel des Marktes abdecken - brauche die heimische Lebensmittelwirtschaft den Export dringend, um nicht gänzlich von der großen Nachfragemacht des Handels abhängig zu sein. Auch die hohe Innovationskraft der österreichischen Lebensmittelproduzenten (insbesondere der Molkereien) sei auf diesen Umstand zurückzuführen, "Not macht eben erfinderisch", bemerkte Mikinovic. Der Export sei gleichzeitig ein wichtiger Wachstumsmotor. Daher sei die Präsenz auf bedeutenden internationalen Lebensmittelmessen nach wie vor wichtig für Österreich.

ANUGA als wichtige Branchenmesse

Auf der alle zwei Jahre in Köln stattfindenden ANUGA werden auf einer Bruttoausstellungsfläche von rund 275.000 m2 vor allem Frischeprodukte, Convenienceprodukte, Biowaren, Angebote für den Lebensmittelhandel sowie Erzeugnisse für die Gastronomie präsentiert. Bei der letzten ANUGA im Jahr 1999 kamen von fast 140.000 Fachbesuchern etwa 30.000 aus dem nicht-deutschen Ausland. 40 % der Besucher waren dem Bereich Geschäftsführung beziehungsweise Unternehmensleitung der Lebensmittelindustrie, der Gastronomie und des Handels zuzuordnen. "Die AMA möchte mit ihren Präsentationen bei der ANUGA diese wichtige und in einmaliger Konzentration auftretende Klientel ansprechen", so Mikinovic.
(Schluss) kam

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