LHStv. Onodi: Internationale Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Arbeitsunfälle in Niederösterreich gesunken; Mittel für Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aufstocken

St. Pölten, (SPI) - Die Zahl der Arbeitsunfälle ist seit in Kraft Treten des Arbeitnehmerschutzgesetzes im Jahr 1995 österreichweit um 25 Prozent gesunken. In Niederösterreich ist sogar eine Verringerung um 36 Prozent verzeichnet worden. In unserem Bundesland verzeichnete man im Jahr 2000 16.228 Arbeitsunfälle ohne Wegunfälle, das entspricht einem Minus von 626 oder 3,7 Prozent gegenüber dem Jahr 1999. "Dieser große Erfolg bestätige die Richtigkeit des Weges im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Hier dürfen wir uns aber nicht auf den erreichten Erfolgen ausruhen. Notwendig sind der Ausbau des flächendeckenden Einsatzes von Sicherheitsvertrauenspersonen, Sicherheitsfachkräften, Arbeitsmedizinern und Arbeitsschutzausschüssen, die Evaluierung bei jedem einzelnen NÖ Arbeitsplatz in jedem Betrieb, eine verstärkte Information und Beratung sowie bessere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einerseits, aber auch für die besonders in diesem Bereich tätigen Fachkräfte andererseits", so Niederösterreichs Gesundheitsreferentin LHStv. Heidemaria Onodi anlässlich der diese Woche stattfindenden europäischen Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.*****

Mittelfristig muss es gelingen, die Zahl der Arbeitsunfälle zu halbieren. Neben dem menschlichen Leid beziffert sich der volkswirtschaftliche Schaden durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten mit rund 30 Milliarden Schilling. Die Entwicklung der vergangenen Monate, wo seitens der Bundespolitik leider eine Verringerung der Aufwendungen und Förderungen für Arbeitnehmerschutz in den Betrieben eingeleitet wurde, ist jedenfalls besorgniserregend. Das Argument der Wirtschaft, dass die Schutzbestimmungen hohe Kosten verursachen, ist nicht schlüssig. Weniger Arbeitsunfälle heißt auch weniger Kosten für die Betriebe und weniger volkswirtschaftliche Kosten für die Allgemeinheit. "Wer heute leichtfertig den Arbeitnehmerschutz aushöhlt und Fördermaßnahmen zurückschraubt, der leistet weder den Beschäftigten, noch der Wirtschaft einen guten Dienst. Die Mittel des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz müssen auch von Seiten des Bundes den Erfordernissen angepasst werden, was eine entsprechende Aufstockung erfordert", so die NÖ Gesundheitsreferentin abschließend.
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