Umsatzerhebung bei Betrieben der gehobenen Hotellerie August bis September 2001

Wien (BMWA/OTS) - Die hochgerechneten Resultate einer direkten Umsatzerhebung bei Betrieben der gehobenen Hotellerie (3-, 4- und 5-Stern-Betriebe) für die Monate August und September 2001 ergaben einen Umsatzzuwachs von knapp 2%. Der gegenüber dem Jahrestrend abgeschwächte Umsatzzuwachs der Monate August und September erklärt sich zum Teil durch das schlechte Wetter im Spätsommer bzw. zu Herbstbeginn. In den beiden Monaten fielen die Umsatzzuwächse in den 4- und 5-Stern-Betrieben mit 1,75% geringfügig schwächer aus als in den 3-Stern-Betrieben (+2%). Basierend auf Unternehmerangaben erreichten die Umsätze der gehobenen Hotellerie in den beiden Monaten ein Volumen von rund 12,9 Milliarden Schilling (934 Millionen Euro). ****

In Bezug auf die Entwicklung der gesamten Tourismusumsätze kann für den Jahresdurchschnitt 2001 die ursprünglich prognostizierte Umsatzwachstumsrate von 6% leicht erreicht werden, da die vergangene Wintersaison mit +8,6% Umsatzzuwachs besser abschnitt als erwartet. Weiters haben die vielen Investitionen der Betriebe im Zusammenhang mit Qualitätsverbesserung, aber auch die Initiativen der öffentlichen Hand zu einem eventreichen Sommer 2001 geführt. Durch verschiedene Veranstaltungen, wie z.B. die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft, wurde Österreich weltweit ins Rampenlicht gerückt, so Tourismus-Staatssekretärin Marès Rossmann: "Solche Veranstaltungen haben einen unbezahlbaren, nicht quantifizierbaren Marketingwert für Österreich!". Es ist auch damit zu rechnen, dass bedingt durch die Terroranschläge in den USA vermehrte Reisen der Europäer nach Österreich (anstatt Fernreisen) stattfinden. Dies gilt auch für die Österreicher, die Inlandsaufenthalte verstärkt nachfragen werden. "Österreich ist eine sichere und berechenbare Alternative, die ohne Flugzeug erreicht werden kann", so Rossmann.

Wegen der relativ stärkeren Dynamik der touristischen Nebenausgaben (Shopping, Kultur, Unterhaltung, Sport, diverse persönliche Dienstleistungen) entwickeln sich in der Sommersaison die Gesamtumsätze deutlich günstiger als die Umsätze in der gehobenen Hotellerie. Die kurzfristigen Umsatzerwartungen der Unternehmer standen im Zeichen der Terroranschläge. Rein rechnerisch ergab sich für die gehobene Hotellerie ein Umsatzzuwachs in der Größenordnung von 1,5%.

Die Umsatzniveaus der Erhebung sind mit den touristischen Gesamtumsätzen nicht vergleichbar, wogegen die erhobene Entwicklung ein wichtiger Indikator für den Trend der Gesamtumsätze ist. Nach groben Schätzungen dürften die Umsätze in der gehobenen Hotellerie etwa 30% bis 40% der Gesamtumsätze abdecken. Denn die touristischen Gesamtumsätze beinhalten nicht nur die Ausgaben von Touristen in allen Unterkünften und Gaststätten, sondern auch die Ausgaben für Shopping, Transport, Kultur, Sport, Unterhaltung, diverse Dienstleistungen usw.

Die Umsatzerhebung wurde vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) im Auftrag des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums durchgeführt.

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