Deutsche Lebensmittelindustrie verzeichnet Umsatzplus

Export als Wachstumsmotor - Zahl der Betriebe unverändert

Köln, 16. Oktober 2001 (AIZ). - Der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie ist im Vorjahr erstmals seit 1998 wieder gestiegen: Konkret wurde ein Zuwachs um 3,2 % auf 235,5 Mrd. DM (ATS 1.649 Mrd.) verzeichnet. Wachstumsmotor war in den meisten Fällen der Export, er konnte im Schnitt um 10,7 % auf 42,8 Mrd. DM (ATS 300 Mrd.) erhöht werden. Der Auslandsanteil nahm somit auf 18,2 % zu. Nachdem die Preise für Nahrungsmittel und Getränke im Inland um 0,4 % sanken, konnte auf dem Heimmarkt nur ein Plus von 1,7 % verzeichnet werden. Dies gab die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) im Rahmen der Internationalen Lebensmittelfachmesse ANUGA in Köln bekannt. ****

Die Zahl der Betriebe in der deutschen Ernährungsindustrie blieb im Vorjahr mit 6.136 fast unverändert. Bei den Beschäftigten kam es zu einem minimalen Anstieg auf 554.633 Personen. Die Branche ist den Angaben zufolge eher mittelständisch strukturiert: Ein Viertel aller Betriebe beschäftigt weniger als 100 Mitarbeiter. Der durchschnittliche Umsatz je Betrieb liegt bei umgerechnet ATS 260 Mio. pro Jahr. Dennoch zählt die Ernährungswirtschaft zu den fünf wichtigsten deutschen Industriezweigen.

Umsatzanstieg im ersten Halbjahr 2001

Im ersten Halbjahr 2001 konnte die Branche einen weiteren Umsatzanstieg um 5,4 % auf 121 Mrd. DM (ATS 847 Mio.) erreichen. Dieses Plus ist jedoch in erster Linie auf eine Steigerung der Erzeugerpreise der Industrie um 5 % zurückzuführen. Das kleine Produktionswachstum von einem knappen halben Prozentsatz geht nach Angaben der BVE auf die Ausweitung der Lebensmittelexporte zurück. Diese konnten um 11,3 % erhöht werden.

"Unter dem Einfluss von BSE und MKS fragen die deutschen Konsumenten seit Jahresbeginn mengenmäßig weniger Fleisch und Fleischwaren nach, sie geben aber mehr für höherwertige Ware aus. Dem entsprechend stiegen die Verbraucherpreise im Schnitt an", erklärte BVE-Geschäftsführer Matthias Horst in Köln. Er ging auch auf die Diskussion über Gütesiegel für Nahrungsmittel ein: Das von Bundesministerin Renate Künast vorgestellte Bio-Siegel könnte den Konsumenten einen Anhaltspunkt für die Art der Produktion vermitteln. Das ebenfalls vorgeschlagene Siegel für konventionell erzeugte Lebensmittel sei - aus aktuellem Anlass - bestenfalls im Fleischbereich sinnvoll, so die Meinung von Horst.
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