Kossina verlangt Müllentsorgung auf höchstem Niveau

Steigender Müll erfordert effiziente Strategien

Wien, (OTS) "Steigende Abfallmengen, sind das Resultat steigenden Konsums. Ohne Änderung des Konsumverhaltens, werden sich auch die Abfallmengen nicht ändern", betonte Dienstag Umweltstadträtin Dipl.-Ing. Isabella Kossina im Mediengespräch des Bürgermeisters. Ziel einer erfolgreichen Abfallwirtschaft müsse daher eine qualitativ hochwertige Abfallentsorgung sein. In Wien sei Abfallvermeidung integrierter Bestandteil der Abfallwirtschaft. Angesichts steigender Müllmengen in zahlreichen Städten der Welt, findet im Wiener Rathaus zur Zeit ein Internationaler Kongress statt, der sich mit dieser Problematik auseinandersetzt sowie neue Strategien und Lösungen zur Diskussion stellt. Der Kongress ist gleichzeitig Auftakt einer "Müllvermeidungskampagne" in Wien.

Umweltstadträtin Kossina: "Steigende Müllmengen stellen die kommunale Abfallwirtschaft vor neuen Herausforderungen. Es ist daher oberstes Prinzip, schon heute in die Zukunft zu investieren, um die Abfallwirtschaft Wiens noch besser bewältigen zu können." Ziel müsse die Maximierung der Qualität der Abfallentsorgung sowie Effektivitätssteigerung sein.****

Auf Grund des steigenden Wohlstandes in der Bevölkerung, werde -trotz intensiver Altstoffsammlung - die Restmüllmenge in den kommenden Jahren stark steigen. Im Vorjahr fielen in Wien 1,56 Millionen Tonnen Abfall an.

Kossina: "Ohne Strategien gegen das steigende Müllaufkommen, wird die Müllmenge bis 2008 um 40 Prozent steigen. Trotz eines Bündels von Maßnahmen müsse man auf jeden Fall mit einem Müllaufkommen von 14 Prozent plus rechnen."

Bereits die Produktgestaltung müsse Kriterien der Wiederverwertung und der Entsorgung ins Auge fassen, so Kossina. Dies sei das wirkungsvollste Mittel zur Abfallvermeidung. Da diese Strategie für kurzlebige Güter relativ schnell, für langlebige Güter jedoch erst nach Jahrzehnten wirkt, greife Abfallvermeidung durch Produktgestaltung jedoch erst langfristig.

Eine erfolgreiche Abfallwirtschaft setze daher bereits im Vorfeld der Abfallentstehung an. Der Einsatz ressourcenschonender, abfallarmer Produktion sei genauso wichtig, wie die möglichst umweltschonende Behandlung der entstandenen Abfälle, unterstrich Kossina.

Die Herausforderung der Zukunft sei es, von einer Entsorgungswirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft zu gelangen, so Kossina. Abfall vermeiden, Ressourcen schonen und Energie und Wärme aus Abfällen gewinnen seien Prinzipien einer erfolgreichen Abfallwirtschaft. Technischer Umweltschutz auf höchstem Niveau müsse das Ziel sein.

Kossina: "Moderne Umwelttechnologien sind nicht nur für effizienten Umweltschutz unabdingbar, sondern leisten auch einen großen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Wien."

Die Umweltpolitik Wiens wird sich im Bereich der Abfallwirtschaft in den kommenden zehn Jahren auf zwei Schwerpunkte konzentrieren: Abfallvermeidung und Abfallverringerung sowie der qualitativ hochwertigen Behandlung und Verwertung von bestehenden Restabfallmengen auf höchsten technischem Niveau.

Schon heute sei Wien bei seiner Abfallwirtschaft nationales und internationales Vorbild. Wien habe kein Abfallproblem, sondern ein Klimaproblem, betont die Umweltstadträtin. Daher habe sich Wien dazu entschlossen, seine C02 Emissionen um 14 Prozent gegenüber dem Wert von 1990 zu reduzieren. Speziell die Abfallwirtschaft könne die Lösung der Klimaproblematik entscheidend beeinflussen. Kossina: "Es geht schon heute darum, keine Altlasten von morgen zu erzeugen, daher setzt Wien auf die ökologisch besten Lösungen." (Schluss) bfm

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