Pirklhuber kritisiert Ungerechtigkeit bei Landverteilung

Welternährungstag: Agrarreformen als Armutsbekämpfungsstrategie notwendig

Wien (OTS) "Es ist eine Schande, dass angesichts des Wohlstandes in den Industrieländern immer noch rund 800 Millionen Menschen chronisch an Hunger leiden, der Krankheit und Tod mit sich bringt sowie die Menschen ihrer Würde und ihres Potentials beraubt", so der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber.

Eine der Ursachen des Hungers in der Welt sei der Großgrundbesitz aus der kolonialen Vergangenheit, der sich bis heute gehalten habe. Der ärmeren Landbevölkerung mangle es hingegen an Zugang zu Land, um für sich selbst und die lokalen Märkte produzieren zu können. Als Beispiel nennt Pirklhuber Landkonflikte in Lateinamerika, wo Landlose und Kleinbauern durch Großgrundbesitzer, die das Land oft nur brach liegen lassen, vertrieben und so ihrer Existenz beraubt werden.

"Agrarreformen müssen zu einer gerechteren Landverteilung und damit zu einer Demokratisierung der Produktionsverhältnisse und dem Schutz der Ernährungsgrundlagen führen", fordert Pirklhuber. Agrarreformen müssen auch in das Armutsbekämpfungsprogramm der Weltbank einfließen, damit der Hunger an einer der Wurzeln bekämpft werden kann, so Pirklhuber.

Das Recht auf Nahrung umfasse auch das Recht auf gesunde Ernährung. Diese wiederum setze eine nachhaltige, umweltschonende Produktion voraus, die sich an den lokalen Bedürfnissen des Marktes orientiere, schließt Pirklhuber.

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