Wiener Grüne wollen Antidiskriminierungsgesetz

Vassilakou fordert sensibleren Umgang mit Sikh-Gemeinde

Wien, (OTS) Die Schaffung von gezielten Integrationsprogrammen und Antidiskriminierungsrichtlinien bzw. ein entsprechendes Gesetz "für Menschen anderer religiöser Hintergründe" forderte Dienstag die Grüne Stadträtin Mag. Maria Vassilakou. Konkret zeigte sie die Schwierigkeiten der rund 6.000 Menschen umfassenden Sikh-Gemeinde in Wien auf. So gebe es vor allem nach den Terroranschlägen des 11. September in den USA immer wieder verbale, aber auch tätliche Übergriffe auf Sikhs in Wien, da die Männer dieser Religionsgemeinschaft als religiöse Zeichen einen langen Bart und einen Turban tragen und fälschlich für Taliban gehalten werden. Weiters sei die Sikh-Religion in Österreich nicht anerkannt, Namensgebungen für Kinder seien sehr schwierig und diverse Bekleidungsvorschriften im öffentlichen Dienst würden eine Bewerbung der Mitglieder dieser Religionsgemeinschaft verunmöglichen.

Die Grünen starten nun eine Kampagne, um die Öffentlichkeit über die Sikh-Gemeinde zu informieren. Stadträtin Vassilakou rief in dem Pressegespräch die Bevölkerung und die politisch Verantwortlichen in Wien auf, sich der Grünen "Sensibilisierungsinitiative" anzuschließen. Hauptanliegen der Sikh-Gemeinde, von der mehrere Vertreter bei der Pressekonferenz anwesend waren, ist die Anerkennung ihrer Religion sowie die Unterstützung seitens der politisch Verantwortlichen bei der Aufklärung von Vorurteilen. Für Vassilakou ist ein Antidiskriminierungsgesetz, in dem sich Wien zu integrierenden Maßnahmen verpflichtet, und das auch Konsequenzen hat, unumgänglich. (Schluss) js/rr

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