Parnigoni: Scharfe Kritik an der Polizeireform

Wien (SK) Scharfe Kritik an Innenminister Strasser hinsichtlich der Polizeireform in Wien kommt von SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Parnigoni: "Die Maßnahmen Strassers tragen keineswegs zur Sicherheit, sondern nur zur Verunsicherung der Bevölkerung bei. Gerade in Krisenzeiten wie jetzt sollte man bewährte Strukturen bewahren. Leider hat sich der Innenminister von den Bedenken seiner fachkundigen Polizeioffiziere und aller Bezirksvorsteher nicht beeindrucken lassen und sein Konzept stur durchgezogen." ****

Durch die geplante Zusammenlegung von 23 auf 14 Polizeikommissariaten sowie die Zentralisierung auf fünf Kriminalkommissariate würden laut Parnigoni Sicherheitslöcher in den Bezirken entstehen, der Kontakt der Bevölkerung zur Exekutive gehe verloren. Parnigoni sprach sich auch gegen die Zahlenspielereien Strassers aus, der vorgebe, es seien künftig mehr Polizisten auf der Straße: "Wir verlangen eine Stellenplanwahrheit! Die Beamten sollen jenen Organisationseinheiten zugeordnet werden, für die sie auch tatsächlich arbeiten. Das Jonglieren mit Personalzahlen muss ein Ende haben. Transparenz ist gefragt!" Auch die Polizeiverwaltung leiste eine wichtige Aufgabe für die innere Sicherheit und dürfe nicht so brutal beschnitten werden.

Angesichts dramtisch steigender Kriminalitätszahlen in Wien schlage Strasser den genau verkehrten Weg ein. Nach der Schließung von 119 Gendarmerieposten habe Strasser nun einen zweiten Akt des mutwilligen Abbaus bewährter Strukturen zu verantworten. (Schluss) se/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.atPressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK