AVISO: GPA-Frauen NÖ: "Teilzeit ja - aber geregelt"

Gleichheit und Gleichbehandlung als langfristiges Ziel

Wien/NÖ (GPA/ÖGB). Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten steigt weiter massiv an. Dieser Anstieg betrifft beide Geschlechter, jedoch sind vermehrt Frauen betroffen, so die GPA-Frauenvorsitzende NÖ, Christa Bogath. Teilzeit wird besonders von Frauen als Möglichkeit gesehen, Beruf und Familie individuell aufeinander abzustimmen. Damit Teilzeitbeschäftigte diesen Spielraum auch optimal nutzen können, haben die GPA Frauen unter dem Motto "Teilzeit ja - aber geregelt” Vorschläge und Forderungen entwickelt, die sie im Rahmen einer Aktion am 17. Oktober 2001 um 16.30 Uhr in der Fußgängerzone Krems präsentieren werden.++++
Konkret geht es den GPA-Frauen um
O die Schaffung individueller Gestaltungsspielräume und Wahlmöglichkeiten über Dauer und Lage der Arbeitszeit innerhalb geregelter Grenzen. Wird von Seiten der Arbeitgeberinnen die Lage der Arbeitszeit verändert, so soll diese Änderung zuschlagspflichtig gemacht werden.

O KarenzurlauberInnen sollen den Anspruch auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz erhalten. RückkehrerInnen dürfen nicht wegen des Karenzurlaubes einige Stufen auf der Karriereleiter zurückgeworfen werden.

O Qualifizierte Teilzeitarbeitsplätze müssen geschaffen werden, und auch entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen geboten werden. Als Teilzeitarbeit darf in Zukunft nicht nur Verkauf oder Schreibarbeiten gesehen werden, auch Abteilungen können von Teilzeitbeschäftigten geführt werden.

O Der Umstieg von Teilzeit- zu Vollzeitarbeit soll erleichtert werden. Dies kann dadurch garantiert werden, dass bei der Besetzung von Vollzeitarbeitsplätzen den Teilzeitbeschäftigten Vorrang vor Neueinstellungen eingeräumt wird.

O Bisher wird die Leistung von zusätzlichen Arbeitsstunden bei Teilzeitkräften nicht zuschlagspflichtig angerechnet. Überstunden werden erst ab Erreichen der Normalarbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte berechnet. Zustimmungs- und zuschlagspflichtige Mehrarbeit soll auf gesetzlicher Ebene (bessere branchenspezifische Regelungen müssen natürlich weiterhin möglich sein) Teilzeitbeschäftigten bereits nach Überschreitung der mit ihnen vereinbarten täglichen bzw. wöchentlichen Arbeitszeit zustehen.

Das langfristige Ziel - Gleichheit und Gleichbehandlung - müsse weiterhin entschlossen verfolgt werden, vor allem auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es ein betriebs-, volkswirtschaftliches und soziales Erfordernis ist, Frauen wie auch Männern die Chance zu geben, Erwerbsleben, Familienarbeit und persönliche Interessen besser in Einklang zu bringen, so die GPA-Frauen.

ÖGB, 16. Oktober 2001
Nr. 849

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