Neue Publikation des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen

Wien, (OTS) Wilhelm Filla, Generalsekretär des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen (VÖV), hat einen umfangreichen Band mit dem Titel "Wissenschaft für alle - ein Widerspruch? Bevölkerungsnaher Wissenstransfer in der Wiener Moderne. Ein historisches Volkshochschulmodell" herausgegeben. Dieser 11. Band aus der Schriftenreihe des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen ist im Studien Verlag erschienen.****

Zum Inhalt: Die Wiener Moderne war mit ihren Besonderheiten Voraussetzung für die vergleichsweise frühe Entstehung der Volkshochschulen am Ende des l9. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Volkshochschulen entstanden "von unten", aus der Gesellschaft heraus. In den Volkshochschulen entstanden ab 1901, wieder "von unten", auf Initiativen von Lehrenden und Besucher/innen, mit den Fachgruppen ein spezifisches, auf Wissenschaftsvermittlung ausgerichtetes, demokratisches Bildungsmodell, das bis in die dreißiger Jahre bestand und je nach Volkshochschule - Volksheim, Volksbildungsverein und Urania - sehr unterschiedlich ausgeprägt war. Fachspezifisch reichte die Palette von Philosophie und Staatswissenschaften über Psychologie und Erziehungswesen, Literatur, Musik(wissenschaft) und Kunstgeschichte bis zu Naturgeschichte, Mathematik, Chemie und Physik. Es gab überdies sprachen- und freizeitorientierte Fachgruppen. Ihre massenhafte Wirkung - allein im Volksheim zählten sie am Höhepunkt bis zu 2.000 Mitglieder im Jahr -erzielten die halbautonomen Fachgruppen durch die systematische Verbindung von Wissenschaftsvermittlung, kulturellen Angeboten, Geselligkeit und gemeinschaftsbildenden Aktivitäten. Auf Seite der Lehrenden agierten hervorragende WissenschaftlerInnen.

Die vorliegende Arbeit befindet sich am Schnittpunkt von Sozial-, Bildungs-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Sie verbindet den Einsatz quantitativer Methoden mit theoretischen Analysen und einer empirischen Aufarbeitung des wichtigsten Modells der bisherigen Volkshochschulgeschichte: den Fachgruppen. Es wird eine Reihe von für die deutschsprachige Erwachsenenbildungsgeschichte neuen Aspekten berührt. Die Arbeit stellt überdies einen empirischen Beitrag zur Erforschung der "Vertreibung und Vernichtung der Vernunft" dar.

Zum Autor

Dr. Wilhelm Filla, Soziologe; Generalsekretär des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen (VÖV); seit 1990 auch Generalsekretär der Pädagogischen Arbeits- und Forschungsstelle des VÖV; Lehrbeauftragter an der Universität Graz; stellvertretender Vorsitzender des Österreichischen Volkshochschularchivs.

Forschungsarbeiten und Publikationen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, zu nationalen Minderheiten und zur Erwachsenenbildung.

o Innsbruck-Wien-München-Bozen: Studien Verlag 2001, 888 Seiten,

illustr., öS 1142,- / DM 162,-/ sfr 130,- / 83 Euro
ISBN 3-7065-1389-7
Bestellungen: order@studienverlag.at
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(Schluss) vhs

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