ORF-Radios sind Plattform für heimische Musik

OTS (Wien) - ”Die Leistungen der ORF-Radios für die österreichischen Musikschaffenden und somit für die musikalische Identität unseres Landes können sich hören lassen.”, erklärte heute Ö1-Programmchef Prof. Alfred Treiber in Vertretung des im Ausland weilenden Hörfunkintendanten Dr. Manfred Jochum. ”Alle Sender der ORF-Radioflotte sind sich ihrer Verantwortung als Kulturträger in hohem Ausmaß bewusst. Das Wahrnehmen dieser Verantwortung beschränkt sich allerdings nicht im Abspielen österreichischer Musik. Wir verfolgen ein Gesamtkonzept aus On-Air- und Off-Air-Aktivitäten, um sowohl der etablierten österreichischen Musik als auch dem Nachwuchs eine geeignete Basis zur Verbreitung ihrer Werke zu geben. Bemühungen zur Optimierung gibt es und wird es immer geben müssen.”****

So vergebe Ö1 beispielsweise jährlich mindestens 20 Kompositionsaufträge an junge Komponisten. Die Avantgarde der zeitgenössischen heimischen Klassik finde ihr Podium On-Air in der täglichen Ö1-Sendereihe ”Zeit Ton” sowie Off-Air bei den ”Zeit Ton-Tagen” im Wiener RadioKulturhaus oder auch beim ”Musikprotokoll im steirischen herbst”. ”Klassische zeitgenössische Komponisten werden Österreich weit nur vom ORF gespielt. Diese Verantwortung wahrzunehmen macht uns stolz”, freut sich der Ö1-Chef.

Auch die ORF-Regionalradios hätten als starke Partner der lokalen Musikszene eine wichtige Rolle inne. ”Viele Veranstaltungen - nicht nur im Musikbereich - wären ohne die Unterstützung unserer Regionalradios nicht möglich. Aber auch eigene Events, vor allem im Bereich Volks- und volkstümliche Musik, werden von den ORF-Regionalradios auf die Beine gestellt.” Als Beispiele nannte Treiber die Schlagerparade am Wörthersee, die Kärntnerlied-CD des Landesstudios Kärnten oder die Radio Wien-Bühne am Donauinselfest. Auf dieser traten heuer auch die Sieger des großen Radio Wien-Nachwuchsbandwettbewerbs auf, deren Werke auch auf CD gepresst wurden. ”Ein Projekt, das aufgrund des großen Erfolges bald wiederholt werden wird”, erklärte Treiber.

Ö3, dem Sender mit den meisten Hörern Österreichs, ist österreichische Musik ebenfalls ein Anliegen. So wurden auf Ö3 im Jahr 2000 laut der aktuellen AKM-Statistik 71.803 Minuten AKM-Kompositionen - also Musik aus heimischer Produktion - gespielt. Im Vergleich zu 1982 - einem Hochblüte-Jahr des ”Austro-Pop” - eine Steigerung von rund 40% (1982: 50.731 Minuten).

Auch die Off-Air-Events ”Beachmania” und ”Mountainmania” (zuletzt 12.000 Besucher in Fürstenfeld) haben immer österreichische Musiker im Programm. Der Ö3-Sampler ”Greatest Hits”, der zuletzt 1,3 Millionen Mal verkauft wurde, enthält jedes Mal das Werk einer heimischen Nachwuchsband.

”Ö3 ist aufgrund seiner immensen Reichweite ein ganz wichtiger Motor für die junge Popmusik-Szene in Österreich”, weiß Treiber.

Als Medium für Jugendkultur geradezu prädestiniert für den heimischen Musikernachwuchs ist FM4. Bestes Beispiel dafür ist die elektronische Musikszene. Treiber: ”Ohne Anmaßung wage ich zu behaupten: FM4 ist das Hauptquartier der jungen Musikszene in Österreich. Alle namhaften DJs und Komponisten arbeiten entweder für FM4 oder sind wichtiger Teil des Programms. Aber auch die österreichische Independent-Musikszene ist auf FM4 heimisch. Das Netzwerk funktioniert.” FM4-Musikchef Markus Wagner ist in der Szene als DJ Makossa selbst einer der gefragtesten und renommiertesten Plattenaufleger des Landes.

Der regelmäßig erscheinende CD-Sampler ”FM4-Sound Selection” enthält jeweils eine komplette CD ausschließlich mit österreichischen Nachwuchskünstlern. Die FM4-Feste werden von tausenden begeisterten Jugendlichen in ganz Österreich besucht. Und auch die jeden Sonntag ausgestrahlte ”Österreicher-Nacht” findet sowohl bei Musikern als auch bei den Hörern großen Anklang.

”Von einem Boykott der Österreichischen Musikschaffenden im ORF-Radio kann also keine Rede sein”, stellt der stellvertretende Hörfunkintendant Prof. Alfred Treiber abschließend fest.

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